Alte Objektive an Digitalkameras

Mike Suminski 4

Manuelle, analoge Objektive funktionieren auch an digitalen Kameras, sind günstig und bieten eine super Bildqualität. Worauf muss man achten?

Alte Objektive an Digitalkameras

Wer auf der Suche nach guten und günstigen Objektiven ist, der sollte sich mal mit älteren Modellen beschäftigen. Sie erzeugen teilweise einen schönen Look. Bei Online-Auktionshäusern, auf Flohmärkten oder Kamerabörsen kann man echte Schnäppchen machen und bekommt schon gute Linsen ab 10 €.

Auch diejenigen, die von analogen auf digitale Kameras umsteigen, sollte nicht gleich ihre Linsen verkaufen oder wegschmeißen. Es können sich wahre Schätze darunter befinden. Vorallem, wenn man beim gleichen Kamerahersteller bleibt, wird die Sache noch einfacher. Viele Anschlüsse haben sich seit Jahren nicht verändert. So können also alte Objektiv direkt an eine neue Kamera angeschlossen werden oder man braucht lediglich einen Adapter.

Canon

Canon

Moderne Kameras haben ein EF (seit 1987) oder ES-S (seit 2003) -Bajonett. Das bedeutet, dass alle Objektive, die seit dieser Zeit hergestellt worden sind, auch an heutigen Kamera uneingeschränkt funktionieren. Man sollte jedoch aufpassen. EF-S Objektive passen nicht an Vollformatkameras mit EF-Bajonett. Sie können die Kamera sogar stark beschädigen. Andersrum ist das jedoch kein Problem. Objektive mit EF Mount gehen problemlos an EF-S Kameras mit APS-C Sensor.

Greift man zu älteren Linsen, haben die in der Regel einen FD Anschluss, die zum größten Teil auch nur über einen manuellen Fokus verfügen. Mit einem Adapter passen diese Objektive zwar an Kameras mit EF / EF-S Bajonett, doch sie lassen sich nicht über die Kamera steuern. Blende und Schärfe muss manuell mit der Hand eingestellt werden. Ich als Filmemacher, der viel mit Canon arbeitet, finde diese Objektive super. Beim Filmen benutzt man sowieso keinen Autofokus und die Blende kann man bequem am Objektivring verstellen.

Nikon

Nikon

Bei Nikon wird es etwas komplizierter. Seit 1959 werden die Kameras mit dem F-Bajonett ausgestattet. Bis 1977 wurden jedoch die drei Objektivtypen A, C und K (ohne AI-System) gebaut. Aufgrund einer Blendengabel, die auf dem Blendenring sitzt, passen diese Linsen nicht auf Digitalkameras. Nur, wenn der Blendenring ausgetauscht werden würde, würden sie passen. Seit 1977 verfügen die Objektive über das AI-System und passen somit auch an digitale Spiegelreflexkameras. Schärfe und Blende muss bei Objektiven, die vor 1986 auf den Markt kamen, manuell eingestellt werden. Denn erst da kamen nämlich die ersten Linsen mit Autofokus raus.

Die D40, D60, D5000, D3000 und D3100 besitzen keinen Motor im Gehäuse, weswegen man bei diesen Kameras die Schärfe bei AF-Objektiven trotzdem per Hand ziehen muss. AF-Objektive mit eingebautem Motor tragen die Bezeichnung AF-I und AF-S. Sie passen ohne Probleme an alle DSLRs von Nikon.

Infos zu Fremdobjektiven, Olympus, Pentax und Sony findet ihr auf der nächsten Seite.

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