Cyanogen Inc. in der Krise: Entlassungen und Strategiewechsel

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Das Projekt ist offenbar gescheitert: Die Cyanogen Inc. muss Berichten zufolge aufgrund ausbleibendem Erfolges eine Vielzahl an Arbeitsplätzen streichen. Zudem forciert das junge Unternehmen einen Kurswechsel in Richtung eigener Apps, um das Ruder herumzureißen.

Insgesamt sollen etwa 30 der 136 Mitarbeiter bei Cyanogen entlassen worden sein. Das berichtet Android Police mit Verweis auf anonyme Quellen. Demnach könnte die Zahl der Freistellungen in den kommenden Tagen noch steigen. Dem Vernehmen nach waren bislang vor allem die kleineren Büros in Lissabon und Indien betroffen, die wohl vollständig schließen müssen. Doch auch Teile der Qualitätssicherung in Palo Alto und Seattle mussten wohl ihren Hut nehmen. Vor allem betroffen ist wohl die an dem quelloffenen ROM arbeitende Sparte. Damit ist die Custom-ROM CyanogenMod dem Anschein nach künftig vollständig auf die freiwillige Community angewiesen.

Der neue Fokus liegt auf Apps

Die Entlassungen gehen derweil mit einem größeren Strategiewechsel einher, den einem Bericht von Recode zufolge der neue Chief Operating Officer Lior Tal, seinerseits erst kürzlich von Facebook zu Cyanogen gestoßen, verantwortet. Das Unternehmen gedenkt demnach künftig verstärkt auf Apps zu setzen. Was es damit genau auf sich hat und was aus dem Cyanogen OS wird, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch unklar. Offenbar ist die gesamte Situation bei Cyanogen aktuell etwas verfahren und unübersichtlich.

So sollen sich Führungskräfte eine ganze Weile zurückgezogen und zu entlassende Mitarbeiter kurzfristig in ein Meeting bestellt haben. Den Glücklichen, die ihren Job behalten durften, wurde mitgeteilt, von der Arbeit fernzubleiben. Wer am gestrigen Freitag also im Büro erschien, muss sich heute nach einem neuen Arbeitgeber umschauen. Der CEO von Cyanogen, Kirt McMaster, der in Interviews gerne damit prahlte, langfristig Google den Garaus machen zu wollen, soll derweil ein offizielles Statement gegenüber Recode verweigert haben.

Quelle: Android Police, Recode

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Rafael Thiel
Rafael Thiel, GIGA-Experte.

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