Cyanogen: Partnerschaft mit OnePlus offiziell für beendet erklärt

Rafael Thiel 10

Nach einigen Reibereien und Meinungsverschiedenheiten bestätigte Kirt McMaster, CEO von Cyanogen Inc., gestern im Rahmen der Global Mobile Internet-Konferenz in Beijing das Ende der Partnerschaft mit OnePlus. Dabei konnte sich der Mitgründer des noch jungen Unternehmens den ein oder anderen verbalen Seitenhieb auf das Startup aus Taiwan nicht verkneifen.

Cyanogen: Partnerschaft mit OnePlus offiziell für beendet erklärt

Das OnePlus One war ohne Frage zur Überraschung aller Beteiligten ungemein erfolgreich. Nach jüngsten Angaben, wurden rund eine Million Einheiten des Smartphones abgesetzt. Den Grundstein für den Erfolg sieht Kirt McMaster in der Kooperation mit Cyanogen. In Beijing tönte der Geschäftsführer des Unternehmens, dass OnePlus ohne die Popularität der Custom-ROM weitaus weniger Geräte abgesetzt hätte. In einer E-Mail spricht der Mitgründer von OnePlus Carl Pei von einer „für beide Parteien vorteilhaften Kooperation“.

Ohne Cyanogen hätte OnePlus vielleicht ein Gerät auf dem globalen Markt verkauft. Im Grunde haben sie sich auf dem Rücken von Cyanogen einen Namen gemacht. – Kirt McMaster, CEO von Cyanogen

Die Beziehung zwischen den beiden Unternehmen ist bereits seit geraumer Zeit angespannt. So kam es beispielsweise in Indien zu einem vorübergehenden Verkaufsverbot für das OnePlus One, weil Cyanogen zuvor einen exklusiven Deal mit dem ansässigen Smartphone-Hersteller Micromax über die Lizenzierung der eigenen ROM ausgehandelt hatte.

Infolge unterschiedlicher Ansichten entwickelt OnePlus seitdem eine eigene Android-Oberfläche herausgebracht. Das sogenannte Oxygen OS basiert auf Android 5.0 Lollipop und wird seit wenigen Wochen verteilt – derzeit hat der Benutzer noch die Wahl und kann sich auf für die Cyanogen-ROM entscheiden. Allerdings verspricht Cyanogen, OnePlus One-Modelle mit dem eigenen Betriebssystem weiterhin mit Updates zu versorgen. „Das ist vermutlich das letzte, das auf eine frühere Partnerschaft hindeuten wird“, sagte Steve Kondik, Mitgründer des Unternehmens, dazu.

Allerdings hat Cyanogen bereits seine Fühler ausgestreckt und steht in Verhandlungen mit potentiellen Hardware-Partnern. Diese in China ansässigen Hersteller sollen laut McMaster „viel größere Volumen“ bereitzustellen in der Lage sein als OnePlus. Welcher das ist, ist unklar, wir vermuten vage, dass der Hersteller mit Huawei/Honor, Meizu oder Xiaomi zusammenarbeiten könnte. SO oder so: Wir werden auch in Zukunft noch Smartphones mit vorinstalliertem Cyanogen OS zu Gesicht bekommen.

Quelle: PC World via Android Authority

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