CyanogenMod: Cyanogen baut Open Source-Team aus

Kaan Gürayer 1

Verstärkung für die CyanogenMod: Mit frischem Kapital im Rücken, soll die alternative Android-ROM weiter an Popularität gewinnen. Dazu plant die Cyanogen Inc. ein neues Open Source-Team, das sich vornehmlich um die Entwicklung der CyanogenMod und seiner Community kümmern soll. 

Genie und Wahnsinn liegen nah beieinander, sagt man. Seltener traf dieses alte Sprichwort wohl mehr zu als auf Kirt McMaster. Der Chef der Cyanogen Inc. – dem Unternehmen hinter der populären Android ROM CyanogenMod – ist ein klassischer Revoluzzer. Er möchte Google „eine Kugel in den Kopf“ verpassen und prophezeit nebenbei bei auch den Untergang und von Apple und Samsung und sieht die beiden Unternehmen, die immerhin die weltweite Smartphone-Branche dominieren, auf dem absteigenden Ast wie einst Nokia und Blackberry.

Leicht könnte man die Ausschweifungen McMasters als Profilierungssucht eines Mannes abhaken, der mit den „Big Playern“ spielen will, von Google, Samsung & Co. aber nur mit einem müden Lächeln bedacht wird. Könnte. Denn das Mastermind hinter der Cyanogen Inc. hat etwas, das schon öfters in der Geschichte aus einem Revoluzzer einen echte Revolutionär gemacht hat: Geld. In einer neuen Finanzierungsrunde Mitte März hat sich die Cyanogen Inc. rund 80 Millionen US-Dollar an frischem Kapital gesichert – und genau dieses soll nun dazu eingesetzt werden, um die CyanogenMod weiter wachsen zu lassen.

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Neues Team – geleitet von einem alten Bekannten

Sechs Stellen soll das neue Open Source-Team umfassen, wie Cyanogen Inc. nun bekanntgab. Geführt wird es von Abhisek Devkota, der sich unter seinem Nicknamen „ciwrl“ bisher um die Community der CyanogenMod gekümmert und nun die Stelle als Senior Engineering Manager inne hat. Dieses Sextett soll sich vornehmlich um die Entwicklung und Pflege von CyanogenMod kümmern. Dazu gehört unter anderem der Plan, CM auf noch mehr Smartphones zu bringen sowie Altgeräte an Kriegsveteranen zu spenden. Außerdem soll die Entwickler-Dokumentation verbessert und neue Community-Projekte, zum Beispiel weitere Übersetzungen oder Buildbots, angeschoben werden. Ferner soll sich das Team um neue Wege kümmern, wie etwa Entwickler „neues cooles Zeugs“ zur CyanogenMod beitragen können. Schlussendlich sollen außerdem noch Treffen zwischen der Community organisiert werden, um das Gemeinschaftsgefühl zu stärken.

Da das kommerzielle Cyanogen OS auf der CyanogenMod basiert, dürfte jede Investition in die Open Source-ROM schlussendlich auch Cyanogen OS zugute kommen und damit dem Plan McMasters, Android aus den – wie er es wohl empfindet – Ketten Googles zu befreien.

Quelle: Cyanogen-Blog

Kaan Gürayer
Kaan Gürayer, GIGA-Experte für Smartphones, Tablets und Smartwatches.

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