4K-Displays von Dell: Ultra HD für den Desktop wird endlich bezahlbar

Sven Kaulfuss 7

Displays mit 4K-Auflösung sind nicht nur sehr groß (ab 32 Zoll), sondern auch eine teure Anschaffung. Mit zwei neuen Monitoren tritt Dell nun den Gegenbeweis an. Künftige Mac-Pro-Nutzer werden sich freuen – Apple selbst hat dem noch nichts entgegenzusetzen.

Künftig umfasst Dells Flotte an 4K-fähigen Displays drei Modelle. Schon verfügbar ist der bereits vor einigen Wochen angekündigte Dell UltraSharp 32 Ultra HD (UP3214Q). Auf einer Bildschirmdiagonale von 31,5 Zoll verbergen sich 3840 x 2160 Pixel (entspricht einer Pixeldichte von knapp 140 PPI). Das Display stimmt von den technischen Daten mit den bisher bereits verfügbaren Pendants von Asus und Sharp überein. Auch preislich findet sich der angekündigte Dell UltraSharp 32 Ultra HD in derselben Liga – Kostenpunkt 3400 US Dollar. Damit bleibt dieses Angebot noch immer nur für einen kleinen Anwenderbereich von Interesse.

Bezahlbar: 4K-Display mit 24 Zoll für 1399 US Dollar

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Ganz anders der neu angekündigte Dell UltraSharp 24 Ultra HD (UP2414Q). Dell verpackt dieselbe Anzahl Pixel (3840 x 2160) in ein Display mit einer Diagonalen von 23,8 Zoll. Noch überraschender der verhältnismäßig günstige Preis: Der Hersteller ruft 1399 US Dollar auf. Mit Fug und Recht kann man sagen, dass der Dell UltraSharp 24 Ultra HD somit der erste wirklich für einen größeren Anwenderkreis bezahlbare 4K-Monitor ist. Positiver Nebeneffekt: Aufgrund der geringeren Displaygröße erhöht sich die Pixeldichte – 185 PPI. Nach „Apple-Maßstäben“ dürfte es sich hiermit um das erste „Retina-Display“ für den Desktop handeln. Apropos: Mac-Nutzer können auf einfache Weise den HiDPI-Modus in OS X 10.9 Mavericks aktivieren und somit ein solches 4K-Displays zu einem wahren Retina-Display umwandeln – wir berichteten. Dell verspricht die weltweite Verfügbarkeit des Dell UltraSharp 24 Ultra HD für den 16. Dezember 2013.

2014: Der Durchbruch für 4K?

Noch günstiger wird’s 2014. Dann soll der Dell 28 Ultra HD (P2815Q) den Markt betreten. Ein 4K-Display mit 28 Zoll Bildschirmdiagonale zu einem Preis von unter 1000 US Dollar. Dieses Modell bietet demnach eine noch immer mehr als akzeptable Pixeldichte von 157 PPI. Es bleibt abzuwarten, ob Dell im Jahr 2014 der einzige Hersteller mit einem solch attraktiven Modell bleiben wird. Wahrscheinlicher: Die Wettbewerber werden in absehbarer Zeit nachziehen und ähnliche Modelle mit gleichem Panel vorstellen – vielleicht auch Apple?

Apple und 4K-Displays

Kompatibel zu derart hochauflösenden Displays zeigen sich derzeit der neue, noch nicht verfügbare Mac Pro, ältere Mac Pro mit entsprechenden Grafikkarten und das MacBook Pro mit Retina Display. Insbesondere der neue Mac Pro giert förmlich nach derartigen Monitoren, kann er doch von Hause aus gleich drei Stück gleichzeitig ansteuern. Apple selbst hat noch kein 4K-Display im Angebot. Das bisherige Thunderbolt Display versteht sich nur auf eine Auflösung von 2560 x 1440 Pixel und kostet dennoch beachtliche 1000 Euro. Die neu vorgestellten Dell-Monitore nähren auch deshalb bisherige Gerüchte um einen potentiellen Nachfolger. Insbesondere das Panel des Dell UltraSharp 24 Ultra HD würde sich hierfür qualifizieren. Aber auch das 28-Zoll-Pendant könnte für Apple von Interesse sein – beispielsweise als Monitor für einen kommenden iMac.

Quelle: Dell (Pressemitteilung)

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