Dells Canvas ist ein Surface Studio – aber ohne PC

Stefan Bubeck

Ein 27 Zoll großer Bildschirm, auf dem man mit einem Stylus oder auch einem Puck-Controller arbeiten kann, wie auf einem Zeichenbrett – wer die Surface-Studio-Features cool findet, aber die verbaute Rechnerhardware nicht braucht, sollte sich Dells Canvas anschauen.

Dells Canvas ist ein Surface Studio – aber ohne PC
Bildquelle: Dell.

Microsofts Produktvideo zum Surface Studio hat letzten Oktober bleibenden Eindruck hinterlassen – so ein schönes Gerät, grandios in Szene gesetzt! Leider ist da der hohe Preis und das All-In-One-Konzept, das ein Mittelklasse-Rechner mit sich bringt, ob man will oder nicht. So manch einer hätte gerne nur das interaktive Display, um einen bereits vorhandenen PC anzuschließen. Dell hat nun auf der CES 2017 das passende Utensil vorgestellt.

Etwas kleiner als das „Vorbild“

Dells Canvas ist technisch gesehen ein Monitor mit Touchscreen, an den zum Betrieb ein Rechner angeschlossen werden muss – von alleine lässt sich das Gerät nicht bedienen. Berichte über Dells Pläne gab es schon im November, nun ist es also doch nur ein „Eingabegerät“ und kein echter Surface-Studio-Konkurrent geworden. Für Besitzer potenter Rechner ist das aber vielleicht sogar die bessere Lösung.

Die Bildfläche misst in der Diagonale 27 Zoll, das ist ein Zoll weniger als Microsofts Surface Studio zu bieten hat, was aber keine große Rolle spielen dürfte. Das mittig verbaute IPS-Panel ist von einem großzügigen Rand umgeben – dieser könnte locker als Handablagefläche ausreichen. So kommt das Canvas auf Gesamtabmessungen von 44,6 (Höhe) × 79,2 Zentimeter (Breite). Die Dicke des Monitors beträgt vorne 13 Millimeter und hinten 23 Millimeter. Die Bedienung erfolgt entweder flach auf dem Tisch liegend oder leicht angewinkelt bei etwa 10 Grad Neigung.

Die Auflösung des Panels beträgt 2.560 × 1.440 Pixel (WQHD) und liegt damit deutlich unter den 4.500 × 3.000 Pixeln, die das Surface Studio zu bieten hat. Wie sehr die geringere Pixeldichte ins Gewicht fällt, lässt sich wohl erst in einem Direktvergleich beurteilen. Profis können sich auf jeden Fall darüber freuen, dass der Adobe RGB Farbraum zu 100 Prozent abgedeckt wird.

Das Display unterstützt Multitouch mit 20 Berührungspunkten, Touch und Pen (Stylus) können zeitgleich verwendet werden. Auf der Oberfläche kommt Anti-Glare-Gorilla-Glas zum Einsatz – das sollte mit einer Härte von 9H auf der Mohs-Skala ausreichend resistent gegen Kratzer sein.

Anschlüsse sind reichlich vorhanden: 1 Mini-HDMI, 1 Mini-Displayport, 1 USB Type C, 2 USB Type A und eine 3,5 Millimeter Klinkenbuchse für Audio sind verbaut.

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„Totems“ sind Drehregler wie das Surface Dial

Dells Canvas unterstützt die Bedienung mit den Fingern, einem Stylus (basierend auf Wacom-Technik) oder mit sogenannten Totems. Letztere sind Drehregler, die wir bei Microsoft als „Dial“ kennengelernt haben. Zwei davon (einer klein, einer groß) befinden sich im Lieferumfang, ebenso wie der passende Stift. Softwareseitig ist Microsofts Creators Update erforderlich, das derzeit nur als Vorabversion zu haben ist. Als Partner nennt Dell Adobe, Autodesk, AVID, Dassault Systems, SolidWorks und Microsoft.

Preislich ist mit 1800 Dollar zu rechnen, als Erscheinungsdatum wird von der US-Presse Ende März genannt.

Quelle: Dell

Dell auf der CES 2017.

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