Kostenloses WLAN im Regionalverkehr: Bahn startet erste Tests

Stefan Bubeck 2

In zwei Zügen der Linie RE 42 bietet die Bahn seit dem 13. März kostenfreien Internet-Zugang an. Der einjährige Testbetrieb soll Erkenntnisse für eine flächendeckende Einführung liefern.

WLAN im Zug ist für viele Kunden mittlerweile so wichtig wie die Toilette,“ so formulierte es der mittlerweile zurückgetretene Chef der Deutschen Bahn, Rüdiger Grube. Auf die Worte folgten Taten: In den ICE-Zügen der zweiten Klasse bietet die Deutsche Bahn bereits seit Januar 2017 kostenloses WLAN an. Wie im November letzten Jahres angekündigt, werden nun die Züge im Regionalverkehr folgen.

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WLAN im Regionalverkehr: Erstmal nur zwischen Mönchengladbach und Münster

Die DB Regio NRW stattete vier der zwischen Mönchengladbach und Münster verkehrenden Regionalexpress-Fahrzeuge mit WLAN-Systemen aus, der Zugang ist für Bahnkunden seit dem 13. März 2017 möglich. Michael Geuckler, Mitglied der Geschäftsleitung des Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) erklärt: „Im Rahmen des Pilotprojekts wollen wir Erfahrungen sammeln, wie zuverlässig das WLAN in einem Nahverkehrszug funktioniert, der in Regionen mit unterschiedlicher Ausleuchtungsstärke unterwegs ist.“ Eine der größten Herausforderungen ist also die variierende Netzabdeckung der Mobilfunkanbieter entlang der Strecken. Die Wahl der Linie RE 42 als Teststrecke ist dabei kein Zufall, sie verläuft nämlich sowohl durch ländliche Regionen als auch durch den Ballungsraum Ruhrgebiet und bringt so gute Voraussetzungen, um belastbare Ergebnisse zu liefern.

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Ein einzelnes Fahrzeug umzurüsten, das nehme laut Angaben der Bahn vier Tage am Werkstattstandort Münster in Anspruch: Teile der Innenverkleidung müssen entfernt werden, um ein aufwändiges Kabelsystem zu verlegen. Für Kunden sind die WLAN-fähigen Züge anhand ihrer Fensterbeklebung zu erkennen. So geht’s ins Internet: Wer auf dem Smartphone oder Tablet das WLAN aktiviert, sieht zunächst die Startseite des Routers mit den Nutzungsbedingungen. Diese werden dann mit einem Klick auf den Button „Hier online gehen“ akzeptiert, die Eingabe persönlicher Daten ist nicht notwendig. Die beschriebene Verfahrensweise entspricht also dem Vorgang, den wir bereits aus den ICE-Zügen kennen.

Quelle: Deutsche Bahn

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