WLAN im ICE nutzen: So geht's kostenlos

Martin Maciej 4

Eine Zugfahrt kann sich ganz schön in die Länge ziehen. Bei langen Fahrten kommt es dabei auch durchaus vor, dass sich der Zug durch ein Funkloch bewegt und das Smartphone vorübergehend unbrauchbar ist. Um die Zeit während der Bahnfahrt zu verkürzen, könnt ihr im ICE auf WLAN zugreifen. Das WLAN-Angebot im ICE wurde von der Deutschen Bahn in den letzten Monaten stark ausgebaut.

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Was du vor deiner nächsten Bahnfahrt wissen solltest ...

Kein anderes Verkehrsmittel bietet eine so optimale Lösung zur Internetnutzung wie der ICE. In Verbindung mit einem geeigneten Sitzplatz an einem der Tische mit Steckdosen lässt sich so im Handumdrehen ein mobiles Büro einrichten. Gerade wer des Öfteren längere Strecken zurücklegen muss und sich gut und gerne einmal einen gesamten Arbeitstag im ICE befindet, kann die Reisezeit dadurch sinnvoll nutzen.

Mobilfunk-Aktionen bei der Telekom*

Wie das WLAN im ICE funktioniert und was man dabei beachten sollte, erfahrt ihr hier. Obwohl zahlreiche Züge der Deutschen Bahn bereits mit WLAN ausgestattet sind, gibt es bei der Nutzung einige Einschränkungen. Bis Ende 2016 sollen alle ICE-Züge der Deutschen Bahn mit einem WLAN-Zugang ausgestattet sein.

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WLAN im ICE: So funktioniert es

Zum Start von 2017 bietet die Deutsche Bahn das mobile Internet im ICE auch in Wagen der 2. Klasse an. Die entsprechende Umrüstung wurde zum Jahreswechsel abgeschlossen. Züge wurden entsprechend mit neuen Servern ausgestattet. In der 2. Klasse stehen 200 MB Datenvolumen mit 1 Mbit/s pro Tag kostenlos zur Verfügung. Danach wird der Speed gedrosselt. In der ersten Klasse darf unbegrenzt in Highspeed gesurft werden.

Die drahtlose Internetverbindung für das Mobilgerät sowie Laptop wird von der Deutschen Bahn in Zusammenarbeit mit der Telekom angeboten.

  • Wer im ICE fährt, kann kostenlos auf den WLAN-HotSpot zugreifen.
  • Verbindet euch während der Fahrt mit dem Netzwerk „WiFionICE“.
  • Öffnet dann im mobilen Browser eine beliebige URL. Dabei sollte man keine Webseite mit SSL-Verschlüsselung aufrufen. In der URL sollte also http:// und nicht https:// stehen.
  • Hierdurch wird das HotSpot-Portal für die Anmeldung automatisch aufgerufen. Gebt die dort angezeigte Zeichenfolge ein, um mit dem Gratis-Online-Genuss zu beginnen.
  • Eine Zeitbeschränkung gibt es für das Surfen nicht. Nach sechs Stunden wird die Verbindung jedoch automatisch getrennt, einer neuen Verbindung steht dann nichts im Wege.
  • Zudem wird man nach 15 Minuten Inaktivität wieder ausgeloggt.
  • Bei einem Umstieg muss man sich erneut im neuen ICE ins WLAN einloggen.

Auch in der zweiten Klasse kann man auf das WLAN im ICE zugreifen. Hier wurden bislang Gebühren für den Hotspot-Zugang fällig. Für einen eintägigen Zugang lag der Preis bei 4,95 €, ab sofort ist der Zugang grstis. Telekom-Kunden können sich mit ihrem gewohnten Hotspot-Zugang auch im ICE mit dem WLAN verbinden.

Im Rahmen der CEBIT verkündete man, dass ab Beginn des Winterfahrtplans 2016/17 das kostenlose WLAN in ICE-Zügen auch in der 2. Klasse verfügbar sein soll. Die Deutsche Telekom will der Deutschen Bahn dabei unter der Arme greifen, um die Züge entsprechend auszurüsten. Um die Kapazitäten zu erhöhen, setzt man auf die Multi-Provider-Technik aus dem Hause Icomera. Hierdurch sollen alle großen Mobilfunkanbieter gemeinsam eingesetzt werden können. Die Umrüstung soll rund 100 Millionen Euro kosten.

Aktuell ist das WLAN in rund 250 Zügen verfügbar.

Bereits jetzt laufen erste Tests, bei welchen das WLAN für alle Passagiere als „WIFIonICE“ gratis verfügbar ist. Der Login ist in der Testphase direkt und ohne separate Anmeldung möglich.

Mit dem ICE Fähre fahren: Hamburg - Kopenhagen .

WLAN im ICE: Surfen mit der Deutschen Bahn

Das WLAN kann mit beliebig vielen Geräten genutzt werden. Ihr könnt auf eienr Fahrt also sowohl mit dem Tablet als auch mit dem Smartphone und Laptop gleichzeitig surfen. Für das Internet im Zug greift man nicht länger nur auf das Telekom-Netz zu, sondern bedient sich der Multiprovider-Technik. Das heißt, die Züge sind über verschiedene Mobilfunknetze auf der Strecke verbunden. Hierdurch möchte man Verbindungsabbrüche minimieren und die Performance verbessern. Zu Jahresbeginn spricht die Bahn noch von Lücken auf rund 15 Prozent der ICE-Strecken.

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WLAN im ICE geht nicht?

Eine Karte mit den Strecken, auf denen die Intercity-Express-Züge entsprechend ausgestattet sind, findet man im PDF-Format bei der Deutschen Bahn. Zudem lässt sich direktam Zug das bekannte WiFI-Symbol finden, falls WLAN in diesem ICE angeboten wird.

Immer wieder kann es vorkommen, dass das WLAN im ICE nicht geht, obwohl es im entsprechenden Zug angeboten wird.

  • Falls das WLAN bei euch nicht geht, überprüft, ob ihr beim ersten Aufrufen eine Webseite ohne SSL-Verschlüsselung aufgerufen habt.
  • Stellt auch sicher, dass die Hotspot-Zugangsdaten richtig eingetragen wurden.
  • Auf Strecken mit vielen Passagieren besteht auch eine entsprechend hohe Nachfrage, die die Kapazitäten des Zug-WLANs übersteigt.
  • Dies äußert sich in Verbindungsabbrüchen oder sehr langsamen Verbindungen im ICE.
  • Hier kann man nicht viel mehr machen, als zu hoffen, dass ein Teil der surfenden Gäste an der nächsten Station aussteigt.

Für das Jahr 2017 kündigt man an, Bahnfahrern auch in der zweiten Klasse kostenlosen Zugriff auf das mobile Internet zu bieten. In Zukunft sollen zudem auch Intercity-Züge und weitere Strecken mit dem Service ausgestattet werden.

WLAN im ICE: Ist das sicher?

Wie bei jedem öffentlichen Netz sollte man allerdings auch beim WLAN im ICE auf Nummer sicher gehen und keine privaten Informationen bedenkenlos durch das Netz laufen lassen. Der „Chaos Computer Club“ hat sich damit befasst, wie es mit der Sicherheit des ICE-WLANs aussieht. Dabei sind einige Sicherheitsbedenken aufgetaucht. Die Spezialisten haben ermittelt, dass es durchaus möglich wäre, anderen Nutzern beliebige Internetseiten unterzujubeln oder Mitfahrer aus dem WLAN zu schmeißen. Auch andere Privatsphäre-Daten, z. B. die Position des Zugs, die Anzahl der eingeloggten Nutzer u. ä. konnten ausgespäht werden. Die Deutsche Bahn hat allerdings auf die Sicherheitslücken reagiert und kurzfristig ein entsprechendes Sicherheitsupdate eingerichtet.

Bei Bahn-Verspätungen könnt ihr eure Fahrgastrechte auch online machen.

Bild: Hiya Hiyo / Shutterstock.com

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