Telekom: Keine Flatrate-Drosselung

Martin Malischek 13

Die Telekom gibt kleinbei: Vor ein paar Wochen berichteten wir über das Gerichtsurteil, dass der Telekom die Drosselung von Flatrate-Tarifen untersagte, nun nahm die Telekom das Urteil an. Drosselungen werden trotzdem kommen, jedoch in eigenen Volumentarifen.

Telekom: Keine Flatrate-Drosselung

Eingeführt, entkräftet und eingestellt: Zuerst kündigte die Telekom die Drosselung auf 384 kbit/s von Flatrate-Tarifen ab einem bestimmten Volumenverbrach an, dann wurde die Drosselung auf 2 Mbit/s nach oben gesetzt, danach untersagte der Telekom ein Gericht die Drosselung von Flatrate-Tarifen.

Eigentlich wurde eine Revision von Seiten der Telekom erwartet: Diese nahm das Urteil jedoch an und kündigte per Pressemitteilung mit, dass von der Drosselung abgesehen wird, um für die Kunden Transparenz zu schaffen. Ein anderes Urteil hätte sich die Telekom trotzdem gewünscht. Des Weiteren kam die Drosselkom Telekom in Kritik, weil Partnerschaften mit Internetdienst-Anbietern abgeschlossen wurden, deren Datenverbrauch nicht mit in die Statistik fließt.

Ein Beispiel: Hätte Watchever einer (kostenpflichtigen) Partnerschaft zugesagt, wäre der Datenverbrauch über den Dienst nicht in die Statistik mit eingeflossen. Würde Maxdome der Telekom wiederum absagen, wäre der Datenverbrauch des Videoportals mit eingeflossen und hätte zu einer früheren Drosseldung geführt.

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Am 5. Dezember wird die Drosselklausel gestrichen

Ab 5. Dezember verschwindet die Drosselungs-Klausel aus den Flatrate-Tarifen, die Telekom will im Gegenzug Volumen-Tarife anbieten. War bei diesen ab einer bestimmten Datenspanne Schluss, will die Telekom bei Erreichen dieser drosseln. Die Tarife kommen frühestens in zwölf Monaten.

Mehr Transparanz bei Tarifabschluss

Außerdem will die Telekom ihr Handeln allgemein überdenken und darüber informieren, welche Bandbreite bei welchem Tarif tatsächlich zur Verfügung stehen. Schließt ihr beispielsweise einen Vertrag für eine 16.000er-Leitung ab, bekommt ihr selten auch 16.000 kbit/s.

Das liegt daran, dass zwar vom Verteilerkasten für euren Anschluss 16.000 kbit/s weggehen, jedoch je nach Weg zu euch und je nach insgesamt verfügbarer Bandbreite für alle Anschlüsse in der Nähe, die über diesen Verteiler gehen, kommt weniger oder deutlich weniger an.

Des Weiteren möchte die Telekom den Nutzern Portale zur Verfügung stellen, in denen sie sich über die Qualität ihrer Anschlüsse austauschen und diese bewerten können.

Eure Meinung ist gefragt!

Was meint ihr? Zeigt die Telekom damit, dass ihr Verhalten inakzeptabel war oder kommt die Einsicht zu spät und ihr haltet euch von ihr fern?

Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Telekom via stadt-bremerhaven

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