DHL-Packstation wird endgültig gesperrt - Achtung Falle!

Selim Baykara

Über das Internet und Smartphones wird derzeit eine Warnung verschickt, die angeblich vom Transport-Unternehmen DHL stammt: In der Mail werden Kunden aufgefordert ihre Email-Adresse zu bestätigen. Dahinter verbergen sich allerdings Betrüger, die mittels Phishing an persönliche Informationen kommen wollen.

DHL-Packstation wird endgültig gesperrt - Achtung Falle!

Jetzt da die Weihnachtszeit naht, werden logischerweise auch mehr Pakete verschickt - und genau das ruft natürlich auch Betrüger auf den Plan. Eine neue Betrugsmasche verunsichert seit einigen Tagen Kunden des Logistik-Unternehmens DHL. In einer Email werden die Kunden aufgefordert, ihre Kundendaten zu bestätigen. Bei Nichtbefolgung droht angeblich die Sperrung der Packstation.

DHL-Packstation: Bitte bestätigen sie ihre Email-Adresse

In der Mail heißt es konkret, dass man die bei DHL hinterlegte Email-Adresse bestätigen müsse, da dies bislang nicht erfolgt sei. Komme man dieser Verpflichtung nicht nach, werde die Packstation endgültig gesperrt. Hier der genaue Wortlaut der angeblichen DHL-Email:

Sehr geehrter Packstation-Kunde,

wir mussten feststellen, dass Sie bisher Ihre E-Mail-Adresse: @gmx.de nicht bestätigt haben.

Um weiterhin Ihre Packstation nutzen zu können, ist die Bestätigung Ihre E-Mail-Adresse notwendig!

Kommen Sie dieser Bitte innerhalb 14 Werktagen nicht nach, wird Ihre Packstation endgültig gesperrt und Sie müssen das Registrationsverfahren erneut durchlaufen.

Jetzt bestätigen (hier anklicken)

Mit freundlichen Grüßen

Ihr DHL Team

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Paketdienste-Horror mit DHL, GLS, Hermes und Co: Das haben GIGA-Leser und die Redaktion erlebt.

Email von Packstation ist Phishing

Zunächst einmal wirkt die Email relativ glaubwürdig, da die Aufforderung nicht völlig unrealistisch erscheint und auch keine offensichtlichen Rechtschreibfehler in der Mail enthalten sind. Auffällig ist aber, dass der Kunde nicht mit dem Namen, sondern nur als „sehr geehrter Packstation-Kunde“ angesprochen wird. Das ist ein erstes sicheres Indiz für Phishing, da Unternehmen ihre Kunden immer mit dem vollen Namen anschreiben.

Wenn man auf den Link der Mail klickt, erscheint denn auch eine Warnung des Webbrowsers. Wer die Webseite dennoch öffnet, landet auf einer nachgebauten DHL-Login-Seite, die relativ echt aussieht. Die verwendete URL http://ijyikyqe.deinewelt-packstation.com/anmelden.php macht aber schon deutlich, dass es sich hierbei nicht um eine echte DHL-Seite handelt - zumal die Seite keine gesicherte https-Verbindung nutzt. Daher an dieser Stelle nochmal die eindeutige Warnung: Es handelt sich hierbei um Betrug - Ziel ist es, an die persönlichen Login-Daten von DHL-Kunden zu kommen. Was das bedeutet, könnt ihr euch sicherlich sebst ausmalen.

Phishing-Mails erkennen

Phishing wird leider immer verbreiteter und auch die Betrüger werden immer schlauer - für jeden plumpen Betrugsversuch wie die Windows-Infektions-ID 13496587525 gibt es zahlreiche andere Mails, die auf den ersten Blick relativ glaubwürdig rüberkommen. Kürzlich machte z.B. eine angebliche Amazon-Kundeninformation die Runde.

Wenn ihr euch unsicher seid, ob es sich bei einer Mail um Phishing handelt, solltet ihr euch daher an die folgenden Tipps halten:

  • Banken, Online-Händler und andere Unternehmen verlangen von ihren Kunden nicht, dass diese über Links in Emails ihre persönliche Daten eingeben.
  • Wenn ihr nicht mit eurem vollen Namen angesprochen werdet, solltet ihr immer stutzig werden.
  • Das Gegenteil (Anrede mit vollem Namen) beweist aber nicht zwingend, dass es sich um eine authentische Mail handelt.
  • Klickt generell nicht auf Links in Mails wenn ihr den Absender nicht kennt, oder der Absender verdächtig erscheint.
  • Gebt auf keinen Fall Daten in vorgefertigte Formularfelder in Mails ein – gegebenenfalls werden die Daten bereits während der Eingabe an die Betrüger übermittelt.

Wie ihr euch vor Phishing schützt, lest ihr in diesem Artikel: Phishing: Was ist das und wie erkenne ich den Betrug? Wir zeigen euch außerdem auch, was ihr machen könnt, wenn ihr die Packstation-Karte verloren habt.

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