AllyouneedFresh: Aus Wegwerfen wird Einkaufen

Thomas Lumesberger

Nie mehr an das Kasse stehen? Dieser intelligente Mülleimer soll künftig vollkommen automatisch einkaufen. Darüber hinaus hat Erfinder AllyouneedFresh weitere interessante Ansätze für die Zukunft.

AllyouneedFresh: Aus Wegwerfen wird Einkaufen

Der Online-Supermarkt der Deutsche Post DHL Gruppe, AllyouneedFresh, hat einen intelligenten Mülleimer vorgestellt. Dieser bestellt anhand der eingeworfenen Produktverpackung den entsprechenden Artikel automatisch nach. Auf diese Weise könnte der Konzern eine neue und innovative Möglichkeit gefunden haben, den Alltag der Menschen zu erleichtern. Alles, was man dafür tun muss: EAN-Code der Verpackung an den Scanner zu halten, bevor man diese in den Mülleimer wirft. Anschließend wird das eingescannte Produkt im AllyouneedFresh-Shop in den Warenkorb gelegt.

Die Einkaufsliste kann auf diese Weise auch über Tage aufgebaut werden. Vor dem Abschluss der Bestellung kann natürlich noch die Marke oder die Anzahl der Artikel getauscht werden. Darüber hinaus lassen sich bei Bedarf noch zusätzliche Produkte hinzufügen. Schließlich wird noch der Wunschtermin festgelegt, an dem die Waren vor der Haustür eintreffen sollen.

Wann der schlaue Mülleimer auf den Markt kommen und was er kosten soll, wurde noch nicht verraten.

AllyouneedFresh - Der intelligente Mülleimer.

Ein neuer Ansatz

Prinzipiell ist die Technik nicht neu, denn bereits viele Hersteller haben sich damit beschäftigt, Produkte automatisch nachzubestellen. Ein gutes Beispiel dafür sind die smarten Kühlschränke. Auch Amazon hat mit Amazon Dash etwas in dieser Richtung eingeführt. Im Falle des Kühlschranks gibt es allerdings ein großes Problem, denn von den alltäglichen Produkten werden laut AllyouneedFresh nur rund 30 Prozent tatsächlich im Kühlschrank aufbewahrt. Der Rest ist in einer Speisekammer, im Keller oder woanders untergebracht. Weggeworfen wird die Verpackung allerdings meist in der gleichen Abfalltonne, weshalb der intelligente Mülleimer tatsächlich eine bessere Lösung zu sein scheint.

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Die Zukunft des Lebensmittelhandels

Das Bestellen von Lebensmitteln und alltäglichen Produkten über das Internet wird in Zukunft gängige Praxis sein, meint Jens Drubel, Gründer und Geschäftsführer von AllyouneedFresh. Er ist zudem davon überzeugt, dass besonders die nächsten fünf Jahre in diesem Bereich interessant werden. Immer mehr Menschen würdem bereits jetzt die Möglichkeit nutzen, Lebensmittel von der Couch aus zu besorgen. Vor allem mit dem Vormarsch von künstlichen Intelligenzen werde das Ganze künftig eine spannende Angelegenheit.

Derzeit funktioniert die Bestellung bei AllyouneedFresh über den Online-Shop des Anbieters, WhatsApp oder den Messenger der deutschen Post, SIMSme. Außerdem wird bereits mit Amazon Alexa und Google Home experimentiert, sodass künftig die Bestellungen über die virtuellen Assistenten getätigt werden können.

Für die nahe Zukunft hat AllyouneedFresh zudem geplant, dass man per Messenger Kochvorschläge erhält. Beispielsweise kann man per WhatsApp „Ich möchte etwas mit Nudeln kochen“ an den Chat-Bot senden und kurze Zeit später wird ein Link mit unterschiedlichen Rezepten zurückgesendet. Die entsprechenden Zutaten können im Anschluss bequem mit nur einem Klick bestellt werden.

Quelle: AllyouneedFresh

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