DJI Osmo Mobile ausprobiert: Profi-Kamerastabilisator für Handys im Hands-On-Video

Frank Ritter 1

Handykameras werden immer besser. Die Hände, die die Handys halten, bleiben aber leider gleich – faltig, sehnig, adrig und vor allem: zittrig. Um Wackelaufnahmen ein für allemal einen Riegel vorzuschieben, hat DJI im Rahmen der IFA 2016 ein interessantes Zubehörteil vorgestellt: Das DJI Osmo Mobile ist ein technologisch hochgezüchteter Hybrid aus Selfiestange und Steadycam – und verdammt cool. Wie das funktioniert und warum das Gadget ein Muss für jeden ambitionierten Smartphone-Filmer ist, erklärt Amir im Video.

„Wozu brauch ich das? Mein Smartphone hat doch schon einen optischen Bildstabilisator!“ Diese Frage beantwortet sich in dem Augenblick, in dem man das Smartphone ins DJI Osmo Mobile reinklemmt und einfach mal damit rumspielt. Denn die Aufnahmen, die dank des auf drei Achsen stabilisierten sogenannten Gimbal möglich sind, spotten jeder aus der Hand geschossenen Aufnahme.

Drei-Achsen-Stabilisierung für Kamera-Handys

Bislang waren die Gimbals der Osmo-Serie von DJI stets mit eigenen Kameras ausgestattet, ein Smartphone konnte man lediglich als externen Sucher nutzen. Nun macht sich die auch für Drohnen und Quadcopter bekannte Firma die eigentlich naheliegende Idee zunutze, die Kamera des Smartphones selbst zu verwenden. Das hat nicht nur den Vorteil, dass das Gerät zukunftssicher ist – die Kameratechnologie macht bekanntermaßen rasende Fortschritte durch den Siegeszug der Smartphone-Fotografie und was heute state-of-the-Art ist, könnte in zwei Jahren schon veraltet sein. Durch die Nutzung von DJIs eigener Kamera App „DJI Go“ hat man auch viele erweiterte Möglichkeiten. Fast wie mit einem Stativ fotografiert lassen sich tolle Nachtaufnahmen mit langen Belichtungszeiten realisieren, geschwenkte Panoramaaufnahmen sind ebenfalls drin und die Headtracking-Funktion bewegt das Smartphone automatisch auf das gewünschte Motiv.

Die Kernfunktion des DJI Osmo Mobile sind aber Kamerafahrten. Ob man nun einen Spaziergang in Beinahe-Steadycam-Optik aufnimmt oder sich beim „Sporteln“ filmt – die Aufnahmen geraten mit einer fast unheimlichen Ruhe und lassen sich dankenswerterweise auch über einen eigenen Button am Stick auslösen, während man die Aufnahmeparameter am Touchscreen feintunen kann. Und damit kommen wir zur Eingangsfrage zurück: Ja, auch gegenüber Smartphones mit optischem Bildstabilisator macht das einen Unterschied von Welten aus. Obendrein und ganz pragmatisch ist ein zusätzlicher Vorteil, dass man bei der Aufnahme eine Hand freihat. Damit ist das DJI-Gerät nicht nur ein willkommener Weggefährte für Leute wie uns, die gerne mal Berichterstattung auf Tech-Messen machen, sondern auch für jede und jeden mit einem eigenen YouTube-Kanal.

Features des DJI Osmo Mobile

  • 3-Achsen Stabilisierung
  • Intelligente SmoothTrack™ Technologie
  • Benutzerfreundliche DJI GO App mit vielseitigen Funktionen (inklusive ActiveTrack, Timelapse, Live Stream, Panorama, lange Belichtungszeit, Kameraeinstellungen)
  • Trigger-Steuerung (Zweimal auf den Auslöser tippen um neu zu zentrieren, dreimal tippen um zwischen Front- und Hauptkamera zu wechseln, gedrückt halten um die Ausrichtung des Gimbals zu sperren)
  • Verschiedene Betriebsmodi (Standard, Portrait, Flashlight oder Underslung)
  • Bluetooth-Verbindung
  • 3,5 mm Anschluss zum Laden/Aktualisieren

  • Kompatibel mit dem aktuellen DJI Osmo Zubehör-Portfolio

Das DJI Osmo Mobile wird ab Mitte September für 339 Euro (UVP) erhältlich sein. Es ist kompatibel mit den aktuellen iPhones und zahlreichen Android-Smartphones. Bedingung ist, dass diese eine Breite zwischen 58,6 und 84,8 mm aufweisen.

Mehr Infos zum Osmo Mobile bei DJI

Ihr wollt keine News zur IFA 2016 verpassen und immer auf dem neuesten Stand bleiben? Auf unserer Sonderseite zur IFA 2016 findet ihr alle wichtigen Produktneuheiten und jede Menge frischer Videos zur Berliner Funkausstellung.Folgt GIGA TECH auf Facebook, YouTube, Google+ und Twitter.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu diesem Video

* Werbung