Verbraucherschutzzentrale NRW stoppt BASE-Kostenfalle (Update)

Martin Malischek 6

Die E-Plus-Tochter Base hatte große Pläne: Unter anderem automatisch Zusatzpakete buchen, wenn Kunden ihr eingeräumtes Datenvolumen erreichen. Kunden hätten auf diese Praxis keinen Einfluss nehmen können. Eine Abmahnung der Verbraucherschutzzentrale hiergegen hatte Erfolg: Base muss die Pläne nun verwerfen.

Kurz zusammengefasst: Ab dem 1. Juni wurden bei Base neue Vertragsklauseln gültig. In diesen war zu lesen, dass bei vollständigem Verbrauch des Datenvolumens bis zu drei Mal monatlich ein kostenpflichtges Zusatzpaket für das Internet automatisch gebucht worden wäre. Der Kunde konnte die Zubuchungen nicht beeinflussen.

Noch härter traf es Kunden, die drei Mal hintereinander drei Zusatzpakete aufgebrummt bekamen: Diese wurden in den nächsthöheren Tarif geschoben, auch hierauf konnte kein Einfluss genommen werden. Diese Praxis galt für alle Neuabschlüsse sowie Vertragsverlängerungen.

Verbraucherschutzzentrale mahnt Base mit Erfolg ab

Der Verbraucherschutzzentrale Nordrhein-Westfalen schmeckte das überhaupt nicht, sie mahnte Base ab. Mit Erfolg: Base kündigte an, die Klausel bis zum 1. August aus seinen Preisleisten zu streichen. Außerdem darf sie ab sofort nicht mehr angewandt werden.

Stellt sich Base quer und bedient sich trotzdem seiner ab Anfang des letzten Monats gesetzten Klausel, können Kunden der Rechnung widersprechen.

Update: Base korrigiert, „Datenautomatik“ besteht weiterhin

Base wird die besagte Automatik nicht aus den Vertragsklauseln streichen, wie die Verbraucherschutzzentrale Nordrhein-Westfalen behauptet. Vielmehr werden Base-Kunden vor einer Umstellung in den nächsthöheren Tarif oder der automatischen Zubuchung von Datenvolumen per SMS hingewiesen.

In der SMS wird ebenfalls darauf hingewiesen, dass die Automatik über einen kostenfreien Anruf abgestellt werden kann. Diese Möglichkeit besteht laut E-Plus bereits seit einiger Zeit. E-Plus bestreitet, dass der Hinweis aufgrund der Beschwerden der Verbraucherzentrale eingeführt wurde.

Vielmehr sei er ohnehin geplant gewesen und mit den nun gestellten Forderungen vereinbar.

Quelle: Verbraucherschutzzentrale Nordrhein-Westfalen

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