Überteuerte DLCs und Mikro-Transaktionen: Sind wir selbst daran schuld?

Sebastian Moitzheim 5

Regelmäßig klagen Spieler/innen über enttäuschende, überteuerte DLCs und Mikro-Transaktionen in Spielen, für die sie bereits den vollen Preis bezahlt haben. Sind wir selbst schuld an diesem Problem?

Überteuerte DLCs und Mikro-Transaktionen: Sind wir selbst daran schuld?

Wenn heute von “zusätzlichen Inhalten“ für ein Spiel die Rede ist, reagiere ich meist genervt - und damit bin ich sicher nicht allein: DLCs und Miko-Transaktionen sorgen regelmäßig für Aufregung, gerade bei AAA-Releases. Mikro-Transaktionen sehen viele Spieler/innen als eine billige Masche von Publishern, mit ihren ohnehin schon teuren Spielen noch mehr Geld zu machen, und DLCs, gerade solche, die schon bei der Veröffentlichung des Hauptspiels angekündigt werden, wirken oft so, als hätten die Entwickler einfach eigentlich für das Hauptspiel geplante Inhalte entfernt, um sie als zusätzlichen Inhalt verkaufen zu können.

Das ist eine relativ neue Entwicklung - früher, als DLCs noch “Erweiterungen“ hießen, waren sie meist ein Grund zur Freude, garantierten sie doch Stunden an zusätzlichem Spielspaß und neue Features, die über ein paar Kostüme für die Spielfigur hinausgingen. Natürlich gibt es auch heute noch gute DLCs, aber man muss doch deutlich vorsichtiger sein, wenn man über ihren Kauf nachdenkt.

Warum haben sich DLCs, anscheinend dauerhaft, zum Negativen entwickelt? David Uzumaki von Fraghero glaubt, den Schuldigen zu kennen: uns Spieler.

Man muss sich nun nicht lange den Kopf zerbrechen, um zu wissen, was er meint: Solange wir nicht aufhören, DLCs zu kaufen und Mikro-Transaktionen zuzustimmen, wird sich auch nichts an der Politik großer Publisher für Zusatzinhalte ändern. Als Beispiel führt Uzumaki den Publisher EA an, der jährlich $1,3 Milliarden durch DLC und Mikro-Transaktionen verdient. Warum sollte man angesichts solcher Zahlen die Strategie für Zusatzinhalte überdenken?

Das ist keine bahnbrechende Erkenntnis, aber ich denke, es lohnt sich, hin und wieder darauf aufmerksam zu machen: Letztlich haben wir - zum Teil - selbst in der Hand, ob Publisher mit ihrem Geschäftsmodell Erfolg haben. Ich weiß zum Beispiel, dass ich schon das ein oder andere Mal blind den Season Pass für ein Spiel gekauft habe, das mir gefällt, und dann später enttäuscht war, wenn die DLCs fast ausschließlich aus Skins und anderen kosmetischen Veränderungen bestanden.

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