eBay

Jan Bruhnke

MACup hatte die Möglichkeit, sich mit Alan Lewis, Produkt­manager von eBay und Mitentwickler der iPhone-Applikation, über die kommende Anwendung zu unterhalten

MACup: Was waren Ihre Eindrücke von der gerade stattgefundenen WWDC 2008, und wie ist die Entwicklung Ihrer Applikation verlaufen?

Alan Lewis: Bei der diesjährigen WWDC drehte sich natürlich alles nur um die iPhone-Soft­ware-Plattform. Entwicklungen für Mobile-Plattformen, in Cocoa sowie Objective-C, waren für mich bis jetzt noch Neuland. Die Lernkurve erwies sich deshalb am Anfang als wenig steil. Nun bin ich überrascht über die Möglichkeiten der Plattform und stolz, was wir in so kurzer Zeit schon auf die Beine gestellt haben.

Die Handvoll Anwender, die unsere eBay-Ap­plikation vor dem Release bereits gesehen hat­ten, waren äußerst beeindruckt. Der Teaser-Trailer, den wir auf der US-eBay-Seite platzierten, hatte die höchste Klickrate, die wir je in diesem Anzeigenbereich erreichten – ein Indikator für das extrem hohe Interesse an den iPhone-Anwendungen.

MACup: Wie sieht das Team für die App-Entwicklung aus?

Lewis: Es besteht aus einer kleinen Gruppe von eBay-Mitarbeitern und einigen externen Ent­wicklern der Firma Critical Path. Wir haben die Arbeit zwischen Design-, API/SDK- und Front-End-Entwicklung aufgeteilt. Betrachtet man, dass wir die komplette Applikation in etwas über einem Monat erstellt haben, ist die Programmierung extrem reibungslos verlaufen. Die einzige Schwierigkeit am Anfang war, mit den ständigen SDK-Updates während des Beta-Prozesses von Apple mitzuhalten.

MACup: Was kann man vom eBay-iPhone-Tool erwarten?

Lewis: Wir haben uns natürlich auf Themen spezialisiert, die für jeden eBay-User nützlich sind. Man kann etwa unterwegs im Geschäft die Preise der Waren mit den Angeboten von eBay-Verkäufern ver­gleichen, um vielleicht einen besseren Preis auf eBay zu finden, darauf zu bieten oder ihn beobachten zu lassen. Als Verkäufer hat man die Möglichkeit, jederzeit den Stand der aktuellen Gebote abzurufen. Die eBay-Appli­kation ist natürlich noch nicht dafür ausgelegt, das Erlebnis und den Funktionsumfang der Desktop-Applikation völlig zu ersetzen. Den Verlauf seiner momentanen Gebote möchte aber doch jeder immer verfolgen.

MACup: Auf welche Features können sich die Anwender demnächst freuen?

Lewis: Obwohl wir für Verkäufer bereits My eBay in der Applikation implementiert haben, gibt es in der 1.0-Version noch keine Fotofunk­tion für die Angebotserstellung. Wir hoffen, dies bei einem der nächsten Releases einfließen zu lassen, denn das iPhone-SDK bietet ja die Möglichkeit, die iPhone-Kamerafotos zu verarbeiten. Dies wäre ein tolles Add-on. Wir arbeiten schon an der nächsten Version der eBay-Applikation und sind bereits sehr gespannt, welche Ideen wir mit unserem Entwicklungsteam noch umsetzen können.

MACup: Welche Vorteile hat das 3G-iPhone?

Lewis: Der größte Vorteil der 3G-iPhones ist die Geschwindigkeit, denn die eBay-Applikation ist sehr datenintensiv. Mit der schnelleren Performance ist der mobile Zugriff auf die Angebote absolut flüssig.

MACup: Ist der App Store generell eine Chance für eBay und Start-up-Firmen?

Lewis: Natürlich. Die Möglichkeit, eine Software für Konsumenten zu veröffentlichen, ohne sich mit verschiedenen Mobiltelefon-Providern herumzuschlagen, ist ein großer Vorteil. Ob sich das Gesamtkonzept auszahlt, wird die Zukunft zeigen. Es ist aber sicherlich ein toller Impuls und eine solide Basis für die Entwicklung von innovativen Tools für den Mobilbereich.

jb

 

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