EA: So viel hat der Publisher alleine mit Zusatzinhalten verdient

Marco Schabel 9

Electronic Arts, der erfolgreichste Publisher der Welt, wird oft vor allem für die hauseigene DLC-Politik kritisiert. Allen Bedenken zum Trotz scheint sich das Unternehmen mit den Zusatzinhalten aber dennoch eine sehr goldene Nase zu verdienen!

E3 Electronic Arts Highlights.

Zweimal schon wurde EA als schlechtestes Unternehmen der USA ausgezeichnet. Beide Male hat sich der Publisher die Auszeichnung mit fragwürdigen Geschäftsentscheidungen verdient. Waren es unfertige Releases und Online-Zwänge im Jahre 2013, wurde die Auszeichnung 2012 vor allem aufgrund der DLC-Politik verliehen. Seitdem ist eine Menge geschehen und EA, jetzt unter neuer Führung, erkämpft sich das Vertrauen der zahlreichen Spieler zurück. Das bedeutet aber nicht, dass DLC und andere Zusatzinhalte jetzt einfach aus purer Großzügigkeit gestrichen werden. Ja, Star Wars Battlefront oder Need for Speed werden sogar mit Gratis-Inhalten ausgestattet, aber das kann sich EA offenbar mehr als nur leisten. In einer aktuellen Investoren-Konferenz wurde jetzt nämlich verkündet, wie erfolgreich dieses Geschäft mit den Zusatzinhalten ist.

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Zusatzinhalte wie DLC machen fast 30 Prozent der EA-Gesamtumsätze aus

Und wer jetzt ein absoluter Feind kostenpflichtiger DLC ist, der sollte sich vielleicht einmal setzen. Ganze 1,3 Milliarden US-Dollar (etwa 1,2 Milliarden Euro) hat EA laut CFO Blake Jorgensen zuletzt im Jahr ausschließlich mit Zusatzinhalten verdient. Zum Vergleich: Für die doppelte Summe hat Microsoft vor einiger Zeit das Entwicklerstudio vom (und somit die Rechte am) dritterfolgreichsten Spiel aller Zeiten, Minecraft, gekauft. Und die Tendenz ist laut Jorgensen sogar steigend. Aktuell sei EA Marktführer im Ausbau von digitalen Zusatzinhalten.

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Aufgeschlüsselt sind vor allem die verschiedenen Sportmarken des Publishers ein wahrer Goldesel. Die Ultimate-Team-Modi von FIFA, Madden, NHL und NBA Live haben alleine knapp 650 Millionen US-Dollar zu diesem Kuchen beigetragen. In Kürze wird auch das Kampfspiel UFC 2 mit einem Ultimate Team-Modus versehen. Die restlichen etwa 650 Millionen US-Dollar stammen vornehmlich aus Premium-Inhalten für Spiele wie Battlefield, Die Sims und Star Wars Battlefront. Für diese Inhalte wird allerdings auch mehr Arbeit verrichtet, als für eine digitale Währung, was zum Beispiel die FIFA-Coins entsprechend deutlich lukrativer gestaltet.

Als Referenz: Zum Ende des vergangenen Fiskaljahres meldete EA einen Gesamtumsatz von etwa 4,5 Milliarden US-Dollar. Damit machten die Zusatzinhalte immerhin 29 Prozent des Gesamtumsatzes aus.

Seid auch ihr ein Teil der Milliarden – zum Beispiel mit FIFA-Coins *

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