EA will Spiele wie Rocket League, lehnte Psyonix jedoch dummerweise ab

Lisa Fleischer 1

Für das im Rahmen der E3 2016 vorgestellte Projekt „EA Originals“ soll neben Unravel auch Rocket League ein Vorbild gewesen sein. Nach eigener Aussage hätte Electronic Arts das Spiel gerne selbst veröffentlicht. Laut Corey Davis, Design Director bei Psyonix, habe man EA das Spiel tatsächlich angeboten. Blöd nur, dass der Publisher damals absolut nicht von der Idee überzeugt war.

Woher kommt der Erfolg von Rocket League?

Im Rahmen der E3 2016 stellte Electronic Arts das neue Projekt „EA Originals“ vor. Mit diesem sollen in Zukunft Indie-Entwickler finanziell und beim Marketing unterstützt werden. Damit möchte der Publisher nicht nur an den Erfolg des Plattformers Unravel anknüpfen. In einem Interview mit IGN erklärte Executive Vice President Patrick Söderlund, man hätte gerne selbst einen so großen Hit gelandet, wie es Psyonix mit Rocket League gelungen ist.

„Wäre ich gerne der Mann gewesen, der Rocket League entdeckt hat? Ja. Hätte ich das Spiel gerne als Eigentum von EA gehabt? Natürlich. Das ist die Idee hinter EA Originals: Dass wir diese Menschen finden, verstehen, was sie da machen und helfen können, das zu vermarkten.“

Rocket League®
Entwickler: Psyonix, Inc.
Preis: 19,99 €

Kurz, nachdem dieses Gespräch mit Söderlund von IGN veröffentlicht wurde, meldete sich der Design Director von Psyonix, Corey Davis auf Twitter zu Wort. Laut ihm habe man EA bereits im Jahre 2011 eine Kooperation in Bezug auf Rocket League angeboten. Allerdings habe der Publisher damals entschieden abgelehnt. Es gab wohl kein Vertrauen in das etwas gewöhnungsbedürftige, aber nichtsdestotrotz einwandfrei funktionierende Spielprinzip. Davis bezweifelt in seinem Post, dass sich durch EA Originals im Vergleich zu damals etwas ändern wird.

Rocket League hat sich inzwischen über fünf Millionen mal verkauft, unabhängig von den vielzähligen kostenlosen Downloads im Juli 2015, als das Spiel Teil des PlayStation-Plus-Programms war. Insgesamt konnten 110 Millionen Dollar mit dem Spiel eingenommen werden.

Bleibt zu hoffen, dass sich EA in Zukunft keine solchen Chancen entgehen lässt, wie die mit Psyonix. Vielleicht haben sie inzwischen ja doch einen besseren Riecher, schließlich war schon Unravel ein voller Erfolg. Mit Fe könnte der Publisher daran noch einmal anknüpfen. Das Indie-Spiel ist das erste, das unter dem Label EA Originals veröffentlicht werden soll.

Mit EA Originals will Electronic Arts Indie-Entwickler unterstützen

Was haltet ihr von EAs Indie-Initiative „EA Originals“? Seid ihr schon gespannt auf Fe?

Fe - E3 2016 - EA Play Gameplay Trailer.

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