Unangebrachte Aussagen am Arbeitsplatz bei EA: Mitarbeiter spricht von „Schwanzvergleich“

Franziska Behner 3

Der Senior Director von EA aus Irland wurde kurzerhand vom Publisher entlassen, da er unangebrachte Aussagen gegenüber einer Kollegin tätigte. Jetzt entscheidet ein Gericht, dass er zunächst nicht gefeuert werden darf.

Der Fall landet in der irischen Zeitung

Wie die irische Zeitung Independent in ihrer Gerichts-Rubrik schrieb, wurde der Senior Director of Global Delivery Service für EA Ireland entlassen. Er habe unangebrachte Äußerungen gegenüber einer Kollegin gemacht. Insgesamt hatte Philippe Grenet gut 500 Angestellte in Irland und Texas unter sich. Bei uns hatte Mein-MMO zuerst davon berichtet.

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„Schwanzvergleich“ ist Auslöser für Kündigung

Gegenstand der Streitigkeit ist eine Aussage, die Grenet gegenüber einer Kollegin aus Texas gemacht haben soll. Er würde seinen Schwanz nicht herausnehmen und auf den Tisch legen um zu schauen, wer den Größeren von beiden habe. Diese Wortwahl streitet der Senior Director ab, stimmt aber zu, gesagt zu haben, dass er keinen Schwanzvergleich machen wolle.

Mittlerweile habe Grenet eingeräumt, dass seine Aussage nicht besonders elegant gewesen sei und er unüberlegt diese Worte gewählt habe. Es wollte nur aussagen, dass er eine andere Person nicht herausfordern wolle, wenn es um Arbeitsangelegenheiten geht.

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Grenet pocht auf vorschnelle Entlassung

Die Kollegin aus Texas, Tracy Simmons, habe nach Aussage von Grenet oft nicht akzeptiert, dass er ihr Vorgesetzter sei. Er sieht es außerdem als einen Fehler von EA, dass sie ihn entlassen haben, da der Vorfall in seinem Augen nicht genügend kontrolliert wurde.

Grenets Anwalt führt an, dass die Muttersprache nicht Englisch sei und es deshalb auch zu sprachlichen Missverständnissen kommen könnte. Außerdem sei er der Vater eines kleinen Sohnes, verheiratet und erst in diesem Jahr von Frankreich in die neue Heimat Irland gezogen. Auch sein Anwalt findet, dass hier vorschnell gehandelt wurde.

Gericht veranlasst eine einstweilige Verfügung

Der High Court von Irland scheint das nicht komplett anders zu sehen, denn nachdem der Senior Director bereits am 14. November 2018, knapp eine Woche nach dem Vorfall, gekündigt wurde, haben sie am 06. Dezember 2018 eine einstweilige Verfügung erlassen. Diese beinhaltet, dass Grenet nicht gekündigt werden darf, EA dürfe ihn außerdem bis auf Weiteres nicht versetzen. In der nächsten Woche trifft sich das Gericht erneut, um weiter über diesen Fall zu verhandeln.

EA ist bei einigen Spielern heiß geliebt – und bei anderen verhasst.

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EA hat direkt durchgegriffen, als sie von dem Vorfall erfahren haben. Verrate uns doch in den Kommentaren, was du von den Geschehnissen hältst. Was denkst du, hat EA angemessen reagiert oder ist die Kündigung völlig überzogen vom Publisher?

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