Epic Games spioniert Steam-Nutzer aus

Daniel Hartmann 3

Der Epic Games Store liest offenbar ungefragt die Steam-Nutzerdaten aus. Valve hat nun eine Untersuchung des Vorfalls angekündigt.

Epic Games spioniert Steam-Nutzer aus

Offenbar hat der Epic Games Store Nutzerdaten wie die Freundesliste oder Spielzeiten von Steam ausgelesen. Epic Games hat dies sogar bereits zugeben und angekündigt, Steam-Nutzer in Zukunft um Erlaubnis zu fragen. Valve ihrerseits haben eine Untersuchung angekündigt, da es sich um private Nutzerdaten handelt, die von anderen Programmen nicht genutzt werden dürfen. Selbst wenn Epic Games nun um Erlaubnis fragt, entspricht das noch immer nicht Valves Richtlinien.

Warum Epic nicht einfach die offizielle Steam-API nutzt, ist unklar. Allerdings stand der Epic Games Store bereits in der Vergangenheit wegen mangelhafter Datenschutzrichtlinien in der Kritik.

Und ein weiterer Schritt von Epic Games wurde in dieser Woche von Nutzern stark kritisiert.


Ein Twitter User fragt Tim Sweeney, den Gründer von Epic Games:

„Bitte erklären sie warum The Division 2 nicht von Drittanbietern verkauft werden darf.“

Darauf antwortet Tim Sweeney:

„UbiSoft stimmte eine co-exklusiven Angebot auf UPlay und dem Epic Games Store zu. Epic Games such nach exklusiven Spielen und danach ein einzigartiges Angebot an Spielen zu haben damit es für Spieler einen weiteren Grund gibt in unseren Store zu kommen.“ 

Worum es hier geht, sind Epic Store-Keys für The Division 2. Auch wenn Spiele exklusive in nur einem Store, wie zum Beispiel dem Epic Store oder Steam erscheinen, gibt es in der Regel noch die Möglichkeit Keys bei Drittanbietern zu kaufen. Ein Spiel wie Overwatch lässt sich nur im Battlenet spielen, einen Key der sich im Battlenet einlösen lässt, kann aber auf Drittanbieter-Seiten wie Humble Bundle gekauft werden. Das bedeutet in der Regel eine höhere Beteiligung für den Entwickler. Epic Games lässt dies mit The Division 2 aber nicht zu. Für viele Nutzer widerspricht dieses Verhalten der Pro-Entwickler und Pro-Wettbewerb Thematik, die sich Epic Games eigentlich auf die Fahne schreibt. Vor 2 Jahren machte sich Tim Sweeney noch stark für den PC als offen Plattform ohne Einschränkungen durch Unternehmen. In einem Interview mit PC Gamer sagte er:

„Eine Sache die ich für sehr wichtig in der Zukunft halte, ist, dass der PC eine offene Plattform bleibt, so das jeder Nutzer ohne Einschränkungen Programme von jedem Entwickler installieren kann und sicher sein kann, dass kein Unternehmen, auch nicht Microsoft, sich mit Gewalt als universeller Mittelsmann einsetzen kann und Entwickler dazu zwingt, über sie anstatt direkt an den Kunden zu verkaufen.“

Das klingt mehr nach dem Gegenteil von Store-Exklusivität, welches nun häufig ein Thema für Epic Games ist.

Bilderstrecke starten
7 Bilder
Das waren die besten Spiele auf Steam 2018 - nach Bewertung, Spielerzahl und Co.

Wie beurteilst du das Verhalten von Epic Games? Das Ausspionieren von Nutzerdaten und ihre Handhabe mit Exklusive-Titeln bringt dem bereits schon häufiger durch Nutzer kritisierten Online-Store keine Sympatiepunkte ein.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

* Werbung