Hoaxes auf Facebook

„Auf Facebook ist für Terrorismus kein Platz.“ – das stellen Monika Bickert, Director of Global Policy Management, und Brian Fishman, Counterterrorism Policy Manager, in einem offiziellen Blogpost des Konzerns klar. Sie nennen die weltweit agierenden Organisationen ISIS und Al-Qaida beim Namen und kündigen an, ihnen auf dem sozialen Netzwerk keinen Raum bieten zu wollen. Die Wahl der Mittel des IT-Riesen ist wenig überraschend: Natürlich kommt in erster Linie Technologie zum Einsatz, um der Terrorpropaganda den Garaus zu machen.

Zunächst einmal soll das Community-Operations-Team von derzeit 4.500 Mitarbeitern um weitere 3.000 Kräfte aufgestockt werden. Dabei handelt es sich um Angestellte, die von Nutzern gemeldete Beiträge, Bilder und Filme untersuchen und gegebenenfalls löschen. Aber: „Egal, wie viele Mitarbeiter wir für den Job engagieren, wir werden nie dazu in der Lage sein, alles zu sehen, was im Netzwerk vorgeht,“ so Zuckerberg. Deshalb kommt zukünftig vermehrt Maschinenintelligenz zum Einsatz:

  • Bilderkennung: Die künstliche Intelligenz soll terroristische Inhalte bereits beim Upload erkennen und so schneller zuschlagen, als dies ein menschlicher Mitarbeiter könnte. Wenn also ein ISIS-Video einmal erkannt wurde, soll ein Upload durch andere User anhand einer Bilderkennung unterbunden werden.
  • Sprachverständnis: Diese Technologie ist noch in einem frühen Stadium – es geht dabei darum, Texte auf ihre Bedeutung hin zu analysieren.
  • Entfernen terroristischer Zellen: Nicht nur „offline“ organisieren sich terroristische Gruppen, auch im Netz finden sie sich auf Facebook-Seiten und -Gruppen zusammen. Sollte ein Account mit einer hohen Anzahl anderer Accounts befreundet sein, die bereits wegen terroristischer Inhalte gesperrt wurden, so gerät er ins Visier der künstlichen Intelligenz.
  • Rückfälligkeit: Facebook ist nach eigener Darstellung schneller darin geworden, Fake-Accounts zu erkennen, die von „Wiederholungstätern“ erstellt werden.
  • Plattformübergreifende Kollaboration: Nicht nur Facebook, auch die zum Konzern gehörenden Dienste WhatsApp und Instagram werden in den Anti-Terror-Kampf miteinbezogen. Dazu sei ein Austausch von Daten unter den Services „unverzichtbar“.

Neben dem Einsatz von künstlicher Intelligenz will Facebook auch die Zusammenarbeit mit politischen Organisationen vertiefen und auch weiter mit Industrie-Partnern wie Microsoft, Twitter und YouTube arbeiten, etwa um gemeinsam verdächtige Inhalte zu kennzeichnen.

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21 Beiträge, in denen alte Leute kläglich auf Facebook scheitern

Quellen: Facebook

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