Heute ist er unvorstellbar, in einigen Jahren vielleicht bereits Realität: der Tod des beliebtesten sozialen Netzwerks, das auf den Namen „Facebook“ hört. Wissenschaftler werteten Suchergebnisse von Google aus und vergleichen das Zuckerberg-Universum mit einer Art Seuche.

Seuchen verteilen sich über den gesamten Erdball und sind unerbittlich. Letzten Endes sterben sie jedoch mit dem Tod des zuletzt Befallenen, wenn diese keine weitere Person mehr angesteckt hat. Dieses Szenario umgeschichtet auf Facebook sieht folgendermaßen aus: Facebook „infiziert“ jemanden, dieser bringt andere auf das Netzwerk. Die meisten verlieren nach einiger Zeit die Lust an dem sozialen Netzwerk und „stecken“ keine anderen Personen mehr an. Sollte irgendwann der Punkt erreicht sein, indem keiner mehr von dem Netzwerk schwärmt, wäre das letztendlich der Tod von Facebook.

Facebook: Bis 2017 soll das Netzwerk 80% seiner Nutzer verloren haben

Tatsächlich scheint Facebook die größte Popularität bereits hinter sich zu haben: Seit 2012 sinken, so die Auswertung der Forscher, die Suchanfragen nach „Facebook“ bei der Suchmaschine Google deutlich erkennbar. In Ihrer Studie sprechen sie davon, dass Facebook bereits 2017 80% seiner Nutzer verloren hat. Ebenso wie hochansteckende Krankheiten einfach wieder verschwinden, schichten sie diesen Leidensweg auf Facebook um.

Dass dieses Szenario durchaus realistisch ist, lässt sich durch das Verschwinden der Nutzer von anderen Netzwerken belegen. Oder ist noch jemand von euch aktiv auf „Lokalisten“, „Wer kennt wen“ oder den „VZ“-Netzwerken? In der Presse ist die Studie sehr umstritten. Manche halten diese für Blödsinn und weisen darauf hin, dass der „Gefällt mir“-Button überall im Netz „klebt“ - aber wer schaut schon einen Sticker an, den man bereits gesehen hat und welcher einem nicht gefällt? An den Tod des Social Media-Riesen glaubt noch keiner so wirklich.

Quelle: t3n
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