5 fiese Facebook-Fallen und wie ihr euch dagegen schützen könnt

Jonas Wekenborg 5

Das Social Network bietet nicht nur Platz zum Palawern und Austauschen mit Freunden, sondern stellt auch eine neue Plattform für Cyberschurken dar, die mit geschickten Fallen Facebook zum Ärgernis werden lassen können. Wir zählen euch die gängigsten Tricks der Betrüger auf und wie ihr dagegen vorgehen könnt.

Facebook-Falle 1: Free-2-Play-Spiele

Na klar, wenn die Zeit es erlaubt, genehmigt sich doch jeder gerne mal ein paar Minuten in einem der vielen Spieleangebote auf Facebook. Ob das auf der eigenen virtuellen Farm oder im persönlichen Gangviertel stattfindet. Allerdings lauern im App-Zentrum von Facebook weitaus mehr Gefahren als man auf den ersten Blick vermuten würde.

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Dabei ist die Masche hinter den Free-2-Play-Spielen an sich nicht sonderlich kriminell, allein gewarnt werden sollte davor. Denn wer mag es schon, wenn er Stunden in ein Spiel gesteckt hat und schließlich an einen Punkt gelangt, an dem ihm jeder Gegner einfach auf die Mütze haut und man nichts dagegen unternehmen kann? Da greift man doch gerne einmal zum In-Game-Shop und kauft sich ein besserer Raumschiff, Waffen, Einrichtungsgegenstände, Stunden auf der Farm oder ähnliches.

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Und hier liegt auch schon die Gefahr: Schnell verliert man den Überblick über solche In-Game-Käufe. Ganz besonders dann, wenn das Ganze nicht über Euro gehandhabt wird, sondern über eine virtuelle Währung, die die tatsächlichen Ausgaben schnell unkenntlich werden lassen.

So solltet ihr vorgehen:

Natürlich lässt sich ein seriöser Free-2-Play-Titel mitunter nicht sofort von einem Abzockerspiel unterscheiden, dass nur darauf ausgelegt ist, euch das Geld aus der Tasche zu ziehen. Eine universale Schutzmaßnahme gibt es demnach auch nicht. Achtet stets darauf, wie „gebalanced“ ein Spiel auch auf höherem Schwierigkeitsgrad ist. Habt ihr das Gefühl, dass man euch nur das Geld aus der Tasche ziehen will, lasst lieber fortan die Finger davon.

Besondere Vorsicht gilt bei Kindern walten zu lassen. Achtet stets darauf, welche Spiele sie spielen und überprüft die In-Game-Käufe. Derzeit gibt es seitens Facebook noch keine Einstellung, die solche In-Game-Käufe deaktivieren lässt.

Facebook-Falle 2: Clickjacking

Clickjacking beschreibt die Entführung von Klicks, das heißt Betrüger entlocken euch ungewollt einen Like oder Teilen-Befehl, so dass ihr plötzlich zum Spammer werdet. Denn öffnet ihr ein in eurer Neuigkeiten-Liste gezeigtes Video oder Bild, das so vielversprechend erscheint, tappt ihr schneller in eine solche Falle als euch lieb ist.

Der Trick dabei ist folgender: Mit einem aufsehenerregendem Vorschaubild preist der Post eines Freundes ein Video an, das sich bei einem Klick in einem neuen Fenster öffnet. Um den Player in der Mitte scharen sich massig Werbeanzeigen. Klickt ihr jetzt auf den Play-Button, um das Video abzuspielen, schnappt die Facebook-Falle Clickjacking zu. Plötzlich seht ihr, dass ihr nun ebenfalls das Video auf Facebook empfehlt, ohne jemals einen Like ausgesprochen oder auf Teilen geklickt zu haben.

clickjacking

Ihr habt diesen Klick aber sehr wohl getätigt, nämlich als ihr auf den vermeintlichen Play-Button drücken wolltet. Die Facebook nachempfundenen Seite, die sich nach dem ersten Klick geöffnet hat, wird von einem Javascript abgedeckt, das ein riesiger Teilen-Button ist. Facebook stellt es Betreibern von Websites frei, die Darstellung und Größe dieser Integration selbst zu handhaben. Auf ähnliche Weise könnt ihr euch aber auch Schadsoftware einfangen.

So solltet ihr vorgehen:

Grundsätzlich solltet ihr stets abwägen, wann ein Link, Video oder Bild vertrauenswürdig erscheint, bevor ihr klickt. Ist das dann aber doch einmal passiert, könnt ihr den Beitrag einfach von eurer Facebook-Chronik entfernen. Gegen Clickjacking und Likejacking helfen Facebook-Apps wie zum Beispiel Norton Safe Web.

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