Fiese Facebook-Fallen und wie ihr euch dagegen schützen könnt

Jonas Wekenborg 5

Facebook-Falle 3: Falsche Fanseiten

Facebook reguliert den Verkehr auf der Seite nur begrenzt. Während sich Hinz und Kunz ein eigenes Profil erstellen können, können sich auch Unternehmen, Firmen, Organisationen und auch Stars eigene Fanseiten erstellen.

Facebook überprüft an dieser Stelle aber nie die Echtheit der Seite und so kann man schnell Opfer von Cyberkriminellen werden, die genau so eine Firma oder Person für ihre Zwecke missbrauchen. Auf solchen falschen Fanseiten findet sich dann nämlich meist auch ein Link auf die vermeintliche Homepage des Unternehmens oder VIPs, die eine Überraschung für den Klicker bereithält.

fake-facebook-account

Hier lauern, ähnlich wie beim Clickjacking häufig Abofallen, Drive-by-Downloads von Schadsoftware oder aber euch werden einfach persönliche Daten aus der Tasche gezogen.

So solltet ihr vorgehen:

Mit bestimmten Erkennungsmerkmalen findet man schnell heraus, ob es sich bei der Facebookseite um eine ordentliche handelt oder um einen Fake.

  • Je mehr Informationen über Firma oder Star, desto authentischer ist das Angebot
  • Fakeseiten locken oft mit Gratisangeboten, Gutscheinen oder Gewinnspielen
  • Ihr werdet aufgefordert, die Seite zu liken oder zu teilen
  • Die Pinnwand der Seiten ist gesperrt, damit niemand eine Warnung hinterlassen kann
  • Die URL des Links zur Homepage ist verdächtig
Bilderstrecke starten
22 Bilder
21 Beiträge, in denen alte Leute kläglich auf Facebook scheitern.

Facebook-Falle 4: Phishing-Mails

Das Geschäft mit den Phishing-Mails, das heißt Originalen nachempfundene Fake-Mails mit meist schadhaftem Anhang, läuft nach wie vor gut. Während Facebook mitunter E-Mails an seine Nutzer verschickt (das lässt sich über die Einstellungen anpassen), empfinden Cyberschufte diese Mails im Aussehen nach und fordern so zufällige Nutzer und Empfänger dazu auf, private Daten preiszugeben.

falsche-facebook-mail

So solltet ihr vorgehen:

Es gibt jedoch auch eine ganze Palette an Erkennungsmerkmalen, woran man eine solche Phishing-Mail erkennt.

  • Facebook verschickt E-Mails immer auf Deutsch
  • Phishing-Mails, die doch in Deutsch geschrieben sind, enthalten häufig viele Fehler
  • Der Nutzer soll auf der verlinkten Seite seine Zugangsdaten eingeben, um ein Problem mit dem Konto zu beheben
  • Facebook fordert Nutzer nicht über E-Mail dazu auf, Zugangsdaten preiszugeben
  • Der Link zur integrierten Webseite hat nichts mit Facebook zu tun

Facebook-Falle 5: Der falsche Freund

Ihr erhaltet bei Facebook eine Freundschaftsanfrage von einem Freund, den ihr bereits in eurer Liste habt. Dieser schickt als Begründung mit, dass er sein Passwort vergessen habe und kurzerhand ein neues Profil erstellt habe. Klingt erstmal glaubwürdig (außer der „wahre“ Freund ist ebenfalls online). Damit aber noch nicht genug.

Der neue alte Freund schildert euch, dass er sich derzeit in einer finanziellen Notlage befänge und zur Behebung Mittel bräuchte, die ihr ihm am besten über Prepaid-Dienste oder Checks zukommen lassen sollt.

Natürlich verbirgt sich hinter dem vermeintlichen Pechvogel ein Online-Schlingel, der euch nur das Geld aus der Tasche ziehen will.

So solltet ihr vorgehen:

Ändert über die Einstellungen die Sichtbarkeit eurer Freunde. Niemand, außer den bereits mit euch befreundeten Leuten, muss in eure Freundesliste schauen können.

Habt ihr hingegen doch eine Anfrage mit ähnlichem Wortlaut, tut ihr gut daran, eine solche Angelegenheit am Telefon zu klären - mit dem echten Kontakt.

Umfrage: Ist Merkels Datensteuer eine gute Idee?

Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert eine Reform des Steuersystems: Sie spricht von „Bepreisung von Daten“ und zielt damit auf Internetkonzerne, die mit Nutzerdaten Geld verdienen. Sind Daten der Rohstoff der Zukunft und was ist von diesem Vorschlag zu halten?

Zu den Kommentaren

Kommentare zu diesem Artikel

Neue Artikel von GIGA ANDROID

* Werbung