Hey, du notgeiles Klick-Opfer: Oder wie Facebook-Werbung den Gamer anspricht

Tobias Heidemann 19

Werbung nervt und hat mit der Realität ungefähr so viel zu tun wie probiotische Joghurts mit gesunder Ernährung. Zwar gibt es immer wieder schöne Ausnahmen dieser traditionsreichen Marktregel, also Werbung, die lustig, smart oder gar bewegend ist, alles in allem werden Werbebotschaften von uns aber im besten Fall nur geduldet. Im schlechtesten Fall wird sie dafür regelrecht gehasst. Vor allem wir Spieler reagieren oft überraschend giftig auf miese Werbemaßnahmen. Und das aus gutem Grund!

Hey, du notgeiles Klick-Opfer: Oder wie Facebook-Werbung den Gamer anspricht

Was Außenstehende nämlich nicht wissen: Als Mitglieder der lukrativen Zielgruppe der „Gamer“ werden wir von miserabel informierten Werbetreibenden mit ausgemachtem Schwachsinn, blanker Idiotie und – mit Verlaub - ärgerlichem Dreck, geradezu bombardiert.

Menschen, die offenkundig keine Ahnung von unserem Medium und den daran hängenden Konsumgewohnheiten haben, behelligen uns auf infame Weise mit Content, der nicht zu einer Kaufentscheidung, sondern eher zu akutem Brechreiz führt. Ich kann es zwar statistisch nicht belegen, behaupte aber trotzdem einfach mal, dass ein Spieler mehr Bullshit schlucken muss als, sagen wir mal, ein Hobbygärtner.

Zwar lässt so mancher Spieler durchaus gerne von aufwendig gemachten und wertig produzierten Trailern, Postern und Bannern bezirzen, sobald wir uns aber aus unserem natürlichen Lebensraum heraus bewegen, wird es oft unerträglich (Ich berichtete).

Besonders schlimm ist es derzeit auf Facebook! Wer dem dortigen Algorithmus seine Spieler-Interessen preisgegeben hat, der öffnet damit das Tor zur Werbehölle. Und wie es da aussieht, das archiviert seit neustem das Tumblr-Blog „Gross Facebook Ads“. Dessen spielender Betreiber hat es sich zur Aufgabe gemacht,  Facebook-Ads zu sammeln, die sich an Spieler richten. Einer muss es wohl machen. Hier ein paar aussagekräftige Beispiele.

 

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21 Beiträge, in denen alte Leute kläglich auf Facebook scheitern.

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