Anschläge in Brüssel: Facebook aktiviert Safety Check

Selim Baykara

Am heutigen Vormittag hat es in Brüssel mehrere Explosionen am Brüsseler Flughafen sowie in der Brüsseler U-Bahn gegeben. Letzten Informationen zufolge sind etwa 26 Menschen bei den Explosionen zu Tode gekommen: Experten und die Behörden gehen von einem Terroranschlag aus - möglicherweise im Zusammenhang mit der Verhaftung des Drahtziehers der Terroranschläge in Paris, Salah Abdeslam, vergangenen Freitag. Facebook hat jetzt einen Safety Check aktiviert, mit dem sich Betroffene und Angehörige über die aktuelle Lage in Brüssel informieren können.

Ausnahmezustand in Brüssel: Gegen 8 Uhr Ortszeit ereigneten sich heute mehrere Explosionen in der belgischen Hauptstadt: Zwei davon am Flughafen Brüssel Zaventem, eine weitere in der Brüsseler U-Bahn in der Nähe des EU-Gebäudes. Den letzten Informationen zufolge gab es dabei mindestens 26 Tote - 11 am Flughafen, 15 in der Brüsseler U-Bahn - und zahlreiche Schwerverletzte. Wie die Nachrichtenagentur Belga berichtet, sollen vor den Explosionen Schüsse gefallen sein - Behörden gehen daher davon aus, dass es sich um gezielte Attentate mit einem islamistischen Hintergrund handelt - mindestens eine der Detonationen am Flughafen soll auf ein Selbstmordattentat zurückzuführen, so der Generalstaatsanwalt in einer Pressekonferenz.

Explosionen am Flughafen in Brüssel: Live-Stream von Nachrichten und Sondersendungen

Anschläge in Brüssel: Facebook informiert per Safety Check

In Brüssel steht das öffentliche Leben derzeit still - die Behörden empfehlen Anwohnern und Ortsansässigen Zuhause zu bleiben und öffentliche Plätze zu meiden. Auch das soziale Netzwerk Facebook bietet Betroffenen und Personen, die sich zur Zeit der Anschläge in Brüssel aufhielten, eine Möglichkeit, sich über die aktuelle Situation und den Status von Freunden und Bekannten zu informieren: Mit dem Safety Check lässt sich schnell herausfinden, ob sich Kontakte in Facebook im Gebiet befinden.

Zum Facebook Safety Check *

Um den Safety-Check zu nutzen, muss man sich zunächst bei Facebook anmelden. Anschließend könnt ihr den Status von Freunden und Bekannten bei Facebook checken und mitteilen, ob man sich selbst in dem betroffenen Gebiet befindet. Facebook selbst erläutert die Funktion so:

  • Ihr könnt Freunden und der Familie mitteilen, dass ihr in Sicherheit seid.
  • Andere finden, die in der betroffenen Region sind.
  • Eure Freunde als in Sicherheit befindlich markieren.

Wichtig: Um den Safety-Check zu nutzen, müssen die GPS-Daten auf dem entsprechenden Gerät aktiviert sein. Weitere Informationen zu dem Safety-Check findet ihr direkt im Newsroom von Facebook.

Bilderstrecke starten
22 Bilder
21 Beiträge, in denen alte Leute kläglich auf Facebook scheitern.

Terror in Brüssel: Anschläge am Flughafen und in der U-Bahn

Der Flug- und Zugverkehr nach Brüssel ist inzwischen komplett eingestellt. Laut dem Betreiber soll der Flughafen Brüssel-Zaventem mindestens bis zum 22. März, 6:00 Uhr komplett gesperrt bleiben - sämtliche Flüge wurden gestrichen und werden derzeit umgeleitet. Auch auf deutschen Flughäfen wurden sämtliche Verbindungen nach Brüssel gestrichen und auch die Deutsche Bahn hat den Zugverkehr nach Brüssel eingestellt. „Wir nehmen bis Mittwoch einschließlich alle Tickets der Kunden zurück“, so eine Sprecherin der Bahn. Wann der Fernverkehr nach Brüssel wieder aufgenommen wird, ist im Moment noch unklar.

Die belgische Regierung hat als Folge der Terroranschläge in Brüssel den kompletten Nahverkehr der Stadt eingestellt und die höchste Terrorwarnstufe für das gesamte Land ausgerufen.  „Die erste Aufmerksamkeit gilt der Sicherheit und den Opfern“, so der belgische Innenminister Jan Jambon auf einer Pressekonferenz am frühen Vormittag. Die Terrorwarnstufe wurde inzwischen auf Stufe Vier gesetzt - das ist der höchstmögliche Terroralarm, teilte das Innenministerium mit.

Anschläge in Brüssel: Informationen für Reisende und Betroffene

  • Der Flughafen Brüssel-Zaventem hat nach den Anschlägen eine Hotline für Angehörige eingerichtet: 003202 - 753 73 00.
  • Aktuelle Informationen über die derzeitige Lage bekommen Flugreisende auch über den Twitter-Account des Airport Brüssel.
  • Das belgische Rote Kreuz hat zudem mittlerweile eine eigene  Website für Menschen eingerichtet, die auf der Suche nach Angehörigen sind. Betroffene können dort - ähnlich wie bei Facebook mitteilen, dass es Ihnen gut geht.
  • Eine weitere Hotline bietet das deutsche Auswärtige Amt an: 030 - 5000-3000.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

Weitere Themen

* Werbung