Facebook: „Dislike“-Button kommt endlich

Kaan Gürayer 12

Gefällt mir – nicht: Facebook beugt sich jahrelang geäußerten Nutzerwünschen und wird tatsächlich eine Art „Dislike“-Button einführen. Das erklärte Mark Zuckerberg in einer Fragerunde mit Nutzern des sozialen Netzwerks. Wer nun hofft, bald überall seinen Missmut durch einem simplen Klick äußern zu können, irrt jedoch. 

„Nach langer Krankheit ist letzte Nacht meine Tante Clara von uns gegangen. Wir sind alle tieftraurig, dass sie so viel leiden musste…“ – Gefällt mir! Zugegeben, diese Begebenheit stammt zwar aus der Serie Family Guy, zeigt aber auf ironisch-treffende Art und Weise das Problem auf, mit dem die Nutzer des Social Networks zu kämpfen haben: Das Leben ist nun mal facettenreich und nicht in jeder Situation ist eine Like respektive Gefällt mir angebracht.

Wer auf Facebook den Verlust eines geliebten Menschen betrauert, seinen Liebeskummer ausheult oder über einen schrecklichen Unfall berichtet, der möchte unter dem Posting wohl kaum ein „Gefällt mir“ stehen haben. Genau hier setzt der neue „Dislike“-Button an, von dessen Entwicklung Mark Zuckerberg in einer Fragerunde mit Facebook-Nutzern sprach: „Was unsere Nutzer wirklich wollen, ist eine Möglichkeit, Mitgefühl auszusprechen“, so der 31-jährige.

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In diesem Sinne dürfte es auch ziemlich unwahrscheinlich sein, dass der Button tatsächlich das Gegenteil des bisherigen „Gefällt mir“ wird und mit einem gesenkten Daumen daherkommt. Das neue Tool soll ja eben nicht dazu benutzt werden, überall den eigenen Groll ausspucken zu können – sondern vielmehr um Empathie mitzuteilen. Wie genau Facebook dieses Vorhaben umsetzen und wann wir mit einem solchen „Dislike“-Button rechnen dürfen, verriet Zuckerberg aber nicht. Er hoffe aber, dass dies „bald“ geschehe.

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Transparentere Profile = besser zugeschnittene Werbung

Neben dem Wunsch, den eigenen Nutzern eine breitere Palette an Möglichkeiten zum Gefühlsausdruck zu bieten, werden bei Facebook mit Sicherheit auch knallharte wirtschaftliche Interessen im Hintergrund stehen. Denn ein „Dislike“- oder Empathie-Button macht die User noch ein Stück weit transparenter – immerhin kennt man in Zukunft dann nicht nur ihre Vorlieben, sondern auch ihre Abneigungen beziehungsweise die Dinge, die sie traurig machen. Das ermöglicht ausgefeiltere Profile, damit wiederum besser zugeschnittene Werbung, was dann die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass auf die Werbebanner auch tatsächlich geklickt wird.

Das gefällt – zumindest Facebook.

Quelle: Business Insider, via: Newsweek

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