Facebook: Eigenständige Messenger-App wird endgültig Pflicht

Kaan Gürayer 11

Facebook räumt auf: Wer auch weiterhin über das soziale Netzwerk mit seinen Freunden Nachrichten schreiben möchte, wird bald die eigenständige Messenger-App installieren müssen. Der Facebook-Messenger, bisher Teil in der Facebook-Anwendung, wird innerhalb der nächsten Tage aus der Haupt-App entfernt. Die Änderung gilt vorerst nur für die Facebook-Apps auf Android und iOS. 

Facebook: Eigenständige Messenger-App wird endgültig Pflicht

Bereits im April hatte der blaue Riese Nutzer in Europa aufgefordert, den eigenständigen Messenger zu installieren, wenn sie weiterhin Nachrichten, Fotos oder Sticker mit ihren Freunden austauschen wollten. Die damalige Änderung hatte in der Praxis aber kaum Auswirkungen: Der bisher bekannte Messenger-Tab in der Mitte der Facebook-App verlinkte dann einfach auf den Messenger. Damit ist nun Schluss: Nach „positiven Erfahrungen“, wie Facebook gegenüber TechCrunch mittelt, werden nun alle Nutzer aufgefordert, den eigenständigen Facebook Messenger herunterzuladen. Ein entsprechender Hinweis prangt seit heute auch in der Facebook-App:

facebook-messenger-app-hinweis

Laut Aussagen des Unternehmens antworten User, die den Facebook Messenger installiert haben, rund 20 Prozent schneller auf eingehende Nachrichten. Auch könne sich das Entwickler-Team damit nur noch auf den einen Messenger konzentrieren statt ein- und dieselbe Funktionalität innerhalb verschiedener Apps unterstützen zu müssen. Von der Änderung ausgenommen sind bisher die Nutzer der regulären Webseite, der mobilen Seite, Feature-Phones, Facebook Paper und der Version für Microsofts Windows Phone.

Nach einem holprigen Börsenstart hat sich Facebook zuletzt wieder gefangen. Das weltweit größte soziale Netzwerk kann die mehr 1 Milliarde Nutzer, die immer öfter über mobile Endgeräte auf Facebook zugreifen, besser monetarisieren. Umsatz- und Gewinnsteigerungen ließen die Facebook-Aktie letzte Woche sogar auf ein Allzeithoch klettern. Die Auslagerung des Facebook Messengers, der aktuell über 200 Millionen Nutzer zählt, ist hier nur konsequent. Auch dieser soll, wie Facebook unlängst bekanntgab, auf mittlere Sicht Geld einbringen. Wie genau das vonstatten gehen soll, ist aber noch nicht bekannt. Doch mit David Marcus, ehemaliger Präsident von PayPal und neuer Chef der Messenger-Division, hat man sich aber schon einmal Expertise ins Boot geholt.

Messenger
Entwickler: Facebook
Preis: Kostenlos

Was haltet ihr von der Auslagerung des Facebook-Messengers? Meinungen dazu bitte in die Kommentare.

Quelle: TechCrunch, (2)

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