Facebooks berühmter „Gefällt mir“-Button hat Gesellschaft bekommen: Ab sofort können Nutzer des sozialen Netzwerks auch die beliebten Emojis verwenden, um eine größere Bandbreite an Gefühlen auszudrücken. 

Update: Nachdem die Emoji-Reaktionen einige Monate lang in Irland und Spanien getestet wurden, hat Facebook nun damit begonnen, das neue Feature auch hierzulande auszurollen. Neben dem gewöhnlichen „Gefällt mir“-Button erscheint unter Facebook-Einträgen nun eine Auswahl an verschiedenen Emojis, die von Freude über Trauer und bis hin zu Wut und mehr ein breiteres Spektrum an Gefühlsausdrücken ermöglichen.

facebook-emoji-reaktionen

Originalmeldung vom 08. Oktober 2015:

Mit „Abused Emojis“ hat die schwedische Kinderschutzorganisation BRIS im Sommer eine App veröffentlicht, die es Kindern erleichtern soll, ohne große Worte über Gewalt und Misshandlungen zu sprechen. Die praktische Idee zeigt: Emojis sind die universelle Sprache unserer Zeit geworden – eine Sprache, auf die womöglich bald auch Facebook verstärkt setzen wird. Laut Engadget, das sich auf Quellen innerhalb des sozialen Netzwerkes beruft, soll Facebook bereits ab morgen eine neue Funktion namens „Reactions“ testen. Mit ihr möchte das Unternehmen seinen Nutzern das Ausdrücken einer ganzen Bandbreite von Gefühlen ermöglichen – abseits vom simplen „Gefällt mir“, das in vielen Situationen wie beispielsweise Todesfällen oder Krankheiten deplatziert und pi­e­tät­los wirkt.

Bereits im September hat Facebook-Chef Mark Zuckerberg laut darüber nachgedacht, wie man den bekannten „Like“-Button sinnvoll erweitern könne. Der Test, der Engadget zufolge auf Nutzer in Spanien und Irland begrenzt ist, ist wohl ein erster Schritt in diese Richtung. Die Grafik selbst ist im Übrigen ein Mockup von Engadget, um einen besseren Eindruck davon zu bekommen, wie das Feature aussehen könnte. Der„Gefällt mir“-Button an sich soll natürlich erhalten bleiben.

Negativbeispiel der BILD-Zeitung

Wirklich neu sind diese Emoji-Reaktionen freilich nicht: Bekannte Webseiten wie etwa Buzzfeed setzen bereits darauf. Auch gibt es mittlerweile viele Plugins, womit kleine Webseitenbetreiber das Feature ohne viel Aufwand in ihre Seiten einbauen können. Dass aber auch Emojis keinen Schutz vor herabwürdigenden Aussagen oder Online-Hetze bieten, zeigt das Beispiel der BILD-Zeitung: Die Online-Ausgabe der Tageszeitung experimentierte eine Zeit lang mit Emojis und erlaubte den eigenen Nutzern, damit ihre Gefühle auszudrücken. Als BILD.de über ein Familiendrama in Ulm berichtete, in dessen Verlauf ein 11-jähriges Mädchen offenbar von der eigenen Mutter umgebracht wurde, machte das viele Leser wütend und traurig – 34 fanden die Tragödie allerdings zum „lachen“. Daran sieht man, dass man solche Mittel mit Bedacht einsetzen muss.

Quelle: Engadget, via WinFuture, BILDblog

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