Facebook Messenger Kids: Neuer Chat-Dienst für Kinder gestartet

Simon Stich

Facebook hat eine spezielle Version des beliebten Messengers veröffentlicht: Mit Messenger Kids sollen Kinder eine „lustige und sichere“ Alternative zum klassischen Messenger bekommen. Kann das funktionieren?

Facebook Messenger Kids: Neuer Chat-Dienst für Kinder gestartet
Bildquelle: Facebook Newsroom.

Messenger Kids: Mini-Facebook für Kinder

In Zusammenarbeit mit amerikanischen Elternorganisationen und externen Experten hat Facebook jetzt eine Kinder-Version des Messengers vorgestellt. Dieser ist zunächst nur in den USA und dort auch nur für Geräte mit iOS verfügbar. Eine Android-Version ist ebenfalls in Planung und soll in den kommenden Monaten veröffentlicht werden.

Messenger Kids bietet den Eltern umfangreiche Kontrollmöglichkeiten über die Chat-Aktivitäten der Kinder. Kontakte müssen von den Eltern bestätigt werden, erst dann dürfen die lieben Kleinen die Chat- und Videofunktionen des neuen Messengers nutzen. Die Kontakte selbst brauchen nur den klassischen Messenger, auch Eltern bekommen die Funktionen dort integriert. Chatprotokolle sind jederzeit einsehbar, Nachrichten und andere Aktivitäten können nicht eigenhändig von den Kindern gelöscht werden. Auch eine umfangreiche Report-Funktion steht zur Verfügung.

Wie das genau funktioniert, sehen wir in folgendem Video zum Facebook Messenger Kids:

Facebook Messenger Kids: Neuer Chat-Dienst für Kinder gestartet.

In diesem Zusammenhang sei auch auf unsere Bilderstrecke zu Facebooks Datensammelwut hingewiesen:

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Was Facebook über dich weiß und wie du es herausfindest.

Neue Masken und Sticker für Kinder

Damit auch die eigentlichen Nutzer der App etwas davon haben, hat Facebook einige „Kinder-freundliche“ Masken, Rahmen, Sticker und animierte GIFs mit in das App-Paket gelegt. Kinder können selbst Videos erstellen und sie nach Belieben dekorieren. Eine eigene Telefonnummer wird nicht benötigt, da Nachrichten und Videoanrufe nur über das WLAN funktionieren. Auch ein Facebook-Account wird mit der Nutzung des Messenger Kids nicht automatisch erstellt.

Die Masken erinnern an die Animojis des neuen iPhone X:

Facebook weist in der Ankündigung explizit darauf hin, dass der neue Messenger Kids keine Werbung enthält. Auch auf In-App-Käufe wird verzichtet, so dass die App keine Probleme mit dem amerikanischen „Children’s Online Privacy and Protection Act“ bekommt. Ab wann Messenger Kids auch hierzulande nutzbar sein wird, ist noch unklar.

Quelle: Facebook Newsroom

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