Facebook: „Moments“ soll Privatsphäre-Dschungel lichten

Martin Malischek

Facebook hatte lange Zeit die Privatsphäreeinstellungen vernachlässigt. Im April dieses Jahr folgte der Umschwung, nun soll die Standalone-App „Moments“ für noch mehr Privatsphäre und Klarheit sorgen.

Facebook: „Moments“ soll Privatsphäre-Dschungel lichten
Bildquelle: Facebook is an online social networking | shutterstock.

In Vergangenheit neigte Facebook dazu, seinen Nutzer immer offenere Standardeinstellungen aufzudrücken, was das Teilen persönlicher Daten sowie Beiträge angeht. Dieses Jahr scheint ein internes Umdenken stattgefunden zu haben:

In einem Interview äußerte Facebook, sich „um die Privatsphäre seiner Nutzer zu sorgen“ und erklärte einige Hergänge. Beispielsweise seien einige Verbesserungen der Einstellungen nicht gut angekommen - manche wollen scheinbar ihre Beiträge öffentlich teilen, auch Teenager.

Deshalb wurde weniger an den Einstellungen selbst geschraubt, sondern Nutzer mit Hinweisen sensibilisiert. Sie werden aufgefordert, sich ein paar Minuten Zeit zu nehmen und mithilfe eines Guides ihre Optionen zu überprüfen. So wird beispielsweise erklärt, wer die Beiträge sehen kann, wenn sie öffentlich oder nur mit Freunden geteilt werden.

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21 Beiträge, in denen alte Leute kläglich auf Facebook scheitern.

Moments: Personenkreise für mehr Privatsphäre

Laut TechCrunch werde bei Facebook intern an einer Smartphone-Anwendung mit dem Codenamen „Moments“ gearbeitet. In dieser werden verschiedene Personenkreise angezeigt, welche so ähnlich fungieren, wie die Facebook-Listen. Diese nutzten im Jahr 2010 jedoch laut Mark Zuckerberg nur 5 Prozent der Nutzer, wohl mitunter, weil die Erstellung einiger Zeit bedarf.

Bei „Moments“ werden diese Personengruppen erneut aufgegriffen. Vor dem Teilen eines Facebook-Beitrags wird eine Gruppierung ausgewählt, mit welcher der Post geteilt werden soll. Die einbezogenen Freunde werden visualisiert. So soll nochmal verdeutlicht werden, wer genau den Beitrag zu Gesicht bekommt.

Bis dato handelt es sich bei der Facbook-Anwendung um eine intern getestete App, ob sie den Weg in die Öffentlichkeit schafft, ist noch nicht gewiss.

Quelle: TechCrunch, via Mobilegeeks

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