Facebook schenkt jedem britischen Mitarbeiter fast 1 Million Euro

Tuan Le 6

Facebook macht sich durch einen einfachen, aber wirkungsvollen Trick die nächste Steuererklärung leichter: Jeder der 361 Angestellten des Unternehmens in Großbritannien erhält 1,1 Millionen US-Dollar vom  Social Media-Platzhirsch als persönliche Finanzspritze – das britische Finanzamt schaut derweil in die Röhre.

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Das Steuerrecht trägt manchmal ziemlich seltsame Blüten: Aktuell profitieren die 361 britischen Mitarbeiter von Facebook davon und dürfen sich unverhofft über einen massiven Gehaltsbonus freuen. Da das Unternehmen einiges an Steuern einsparen möchte, verschenkt es kurzerhand rund 397 Millionen US-Dollar an die Belegschaft. Bei 361 Mitarbeitern auf der Insel macht das etwa 1,1 Millionen US-Dollar, also umgerechnet 989.560 Euro für jeden.

Allerdings wird es nicht von heute auf morgen 361 frischgebackene Millionäre geben: Die Summe soll in Teilen ab jetzt bis 2018 an die glücklichen Arbeitnehmer ausgezahlt werden. Tatsächlich dürfte sich Facebook durch die Aktion nicht nur den Titel „Bester Arbeitgeber der Geschichte“ erwirtschaftet, sondern auch einiges an Steuern eingespart haben. Dadurch, dass man 397 Millionen US-Dollar zusätzlich als Personalkosten vermerken kann, lässt sich die Summe von den Steuern absetzen, wodurch der verbleibende zu versteuernde Betrag natürlich schrumpft. Kurzum: Facebook macht lieber seine Mitarbeiter glücklich als dem britischen Finanzamt das Geld in den Rachen zu werfen.

2014 gab es bereits eine ähnliche Aktion

Die britische Regierung dürfte indes ziemlich verärgert über diese Aktion sein: In der Vergangenheit hagelte es immer wieder seitens der Behörden Kritik, da Facebook sich nicht sonderlich kooperativ verhalten hatte. 2014 hatte man immerhin mehr als 50 Millionen US-Dollar intern verschenkt, um Steuern einsparen zu können. Erst vor kurzem kündigte Facebook scheinbar beschwichtigend an, dass man in Zukunft eine größere Transparenz in dieser Sache anstrebe und nicht mehr versuchen werde, sich über die Auslagerung nach Irland steuerliche Vorteile zu verschaffen.

Dieses Versprechen hat Facebook nun zwar tatsächlich eingehalten, über die neue „Lösung“ dürfte sich das Finanzamt aber ebenso wenig freuen. Ob der Kauf von MSQRD auch vorrangig zur Einsparung von Steuern stattgefunden hat, ist nicht bekannt.

via Newser, Bildquelle: Guillaume Paumier, CC-BY

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