Facebook will WhatsApp-Daten um jeden Preis und zieht vor Gericht

Thomas Lumesberger 13

Ein Sprecher des sozialen Netzwerks Facebook hat jetzt publik gemacht, dass man gegen die Verordnung des Hamburger Datenschützers Johannes Caspar vorgehen und künftig wieder Daten von deutschen WhatsApp-Nutzern erheben und speichern möchte.

Seit Ende September ist Facebook dazu verpflichtet, Nutzungsdaten sowie die Telefonnummern der WhatsApp-Nutzer nicht an den Mutterkonzern weiterzugeben. Dieses Verbot hat der Datenschützer Johannes Caspar erwirkt.

Natürlich gefällt Facebook das überhaupt nicht, weshalb jetzt dagegen angegangen wird. Ein Sprecher des sozialen Netzwerks hat verkündet, dass man sich im Moment zwar an die Vorgaben der Datenschutzbehörde halte, der Beschluss aber nicht einfach so akzeptiert wird. Es soll nämlich mit einer Klage des milliardenschweren Unternehmens dagegen vorgegangen werden. Ein Antrag auf Aussetzung der Vollziehbarkeit wurde bereits beim Hamburger Verwaltungsgericht eingereicht.

Bilderstrecke starten(22 Bilder)
21 Beiträge, in denen alte Leute kläglich auf Facebook scheitern

Datenkrake Facebook

Der Hintergrund zu den Streitigkeiten: Seit dem WhatsApp-Update, welches Ende August erschienen ist, gibt WhatsApp diverse Informationen an den Mutterkonzern Facebook weiter. Nutzungsdauer und Nutzungsfrequenz werden aufgezeichnet und übermittelt. Dagegen konnte man innerhalb von 30 Tagen Widerspruch einlegen. Die Telefonnummer wurde aber in jedem Fall weitergegeben, außer man hat mit sofortiger Wirkung auf den Messenger verzichtet. Gegen diese Weitergabe ging das Verwaltungsgericht vor. Für Facebook ist diese Verordnung natürlich ein herber Rückschlag, denn die Informationen sind für eine noch gezieltere Ausspielung von Werbeeinblendungen erforderlich und würden eine noch genauere Personalisierung zulassen.

Umgehen der Anordnung möglich?

Wie fast alle großen Konzerne hat Facebook möglicherweise ein Schlupfloch gefunden. Denn der Konzern von Mark Zuckerberg bezweifelt, dass die Hamburger Datenschützer überhaupt bei dem Streit zuständig seien. Johannes Caspar hatte im Vorfeld damit argumentiert, dass Facebook die Daten in Hamburg verarbeite, weil dort das deutsche Werbegeschäft betrieben wird. Das soziale Netzwerk hielt allerdings daran fest, die europäischen Geschäfte von Irland aus zu betreiben, weshalb die jeweiligen irländischen Datenschützer zuständig seien. Wir werden euch auf dem Laufenden halten, wie die Geschichte weiter geht.

via Golem

Samsung Galaxy S7 edge bei Amazon kaufen*Samsung Galaxy S7 edge mit Vertrag bei DeinHandy.de*

WhatsApp Datenschutzeinstellungen.

Hat dir dieser Artikel gefallen? Schreib es uns in die Kommentare oder teile den Artikel. Wir freuen uns auf deine Meinung - und natürlich darfst du uns gerne auf Facebook oder Twitter folgen.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

* Werbung