Falsche Flagge: Wie Facebook versehentlich den Kriegszustand ausrief

Tuan Le

Ein typischer Fall von „Gut gedacht, schlecht gemacht“: Zur Feier der Unabhängigkeit auf den Philippinen hat Facebook ein auf den ersten Blick harmloses Bild mit der Landesflagge im sozialen Netzwerk anzeigen lassen. Dabei unterlief dem zuständigen Facebook-Mitarbeiter allerdings ein kleiner, folgenreicher Fehler.

Falsche Flagge: Wie Facebook versehentlich den Kriegszustand ausrief

Jetzt zur Zeit der EM wird man in Deutschland wie auch ganz Europa Zeuge davon, wie im Rahmen der Fußballspiele Fans mit den eigenen Landesflaggen ihre jeweilige Nationalmannschaft mental unterstützen und im wahrsten Sinne des Wortes Farbe bekennen – im Falle der deutschen Flagge etwa Schwarz, Rot, Gold und zwar in eben dieser Reihenfolge. Es dürfte selbst im größten Siegestaumel kaum jemandem schwerfallen, die Farben in der richtigen Reihenfolge zu benennen.

Auf der philippinischen Flagge – freilich fernab des aktuellen EM-Rummels – befinden sich nur zwei Farben und man könnte meinen, es sollte für ein riesiges soziales Netzwerk wie Facebook von hoher Priorität sein, diese bei gegebener Verwendung in der richtigen Reihenfolge zu verwenden. Anlässlich des Feiertags zur Unabhängigkeit des Inselstaates wollte man den Einheimischen auf virtuelle Art und Weise gratulieren und hat eigens dafür ein Bild mit folgender Flagge an die Nutzer erstellt (vermutlich, weil sie bei den Google-Bildern direkt das erste Suchergebnis ist, wenn man „Philippinische Flagge“ eingibt):

Nationalflagge-falsch

Dem aufmerksamen Beobachter wird nicht entgangen sein, dass die Farben genau umgekehrt zum ersten Bild sind. Tatsächlich gibt es von der philippinischen Flagge nämlich zwei verschiedene Variationen, wobei die mit dem blauen Streifen oben in Friedenszeiten verwendet wird, die mit dem roten Streifen obenauf allerdings ausschließlich in Kriegszeiten.

Nachdem sich zahlreiche Nutzer bei Facebook über diesen Umstand beschwerten, sah man den Fehler umgehend ein und entschuldigte sich dafür. Man kümmere sich, so Facebook, sehr um eine Verbindung zu den Einheimischen und räumte ein, hier einen Fehler gemacht zu haben. Das mag verzeihlich sein, aber Facebook sollte sich beim nächsten Mal vielleicht einfach einen Mitarbeiter für derartige Angelegenheiten aussuchen, der sich ein wenig besser mit dem Gepflogenheiten des Landes auskennt – um solche „kleinen Pannen“ zu vermeiden.

Quelle: Philippine Star via The Verge

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