Mark Zuckerberg im Livestream: Anhörung im EU-Parlament live mitverfolgen

Stefan Bubeck

Erst wollte er sich drücken, aber nun kommt er doch: Facebook-Gründer Mark Zuckerberg stellt sich den Fragen des EU-Parlaments. Es geht darum, wie der US-Konzern mit unseren persönlichen Daten umgeht. Wird der Internetpionier nun vor laufender Kamera auseinandergenommen?

Mark Zuckerberg im Livestream: Anhörung im EU-Parlament live mitverfolgen
Bildquelle: Getty Images / Alex Wong.

Etwas länger eine Stunde soll der Termin dauern, bei dem sich heute Abend (Beginn 18.15 Uhr) Mark Zuckerberg zu den jüngsten Datenskandalen rund um Cambridge Analytica und die Zukunft des Datenschutzes erklären muss. Zuvor hatten EU-Parlamentarier wochenlang versucht, Zuckerberg zu einem solchen Treffen zu überreden. Zunächst sollte Joel Kaplan (Facebook Öffentlichkeitsarbeit) als Stellvertreter vorgeschickt werden, nun kommt der Facebook-Gründer doch selbst nach Brüssel, um Rede und Antwort zu stehen.

EU-Gespräch mit Facebook-Gründer Zuckerberg wird live übertragen

„Die Mehrzahl der Nutzer bei Facebook sind aus der Europäischen Union. Das heißt, es ist absolut richtig, dass Herr Zuckerberg jetzt hier auch im Europäischen Parlament Rede und Antwort steht,“ so der Europaabgeordnete Jan Philipp Albrecht von den Grünen, der auch bei der Anhörung dabei sein wird. Seine Partei wird das Ereignis live übertragen – natürlich auf Facebook, wo sonst.

Auch das Europäische Parlament bietet einen Livestream an, der um 18:20 Uhr startet.

Zuckerberg hatte sich bereits im April in seiner Heimat vor dem US-Kongress den Fragen der Abgeordneten gestellt und dabei einen gemischten Eindruck hinterlassen. Manche Medienvertreter waren fassungslos über Zuckerbergs Ausflüchte und unklare Aussagen bezüglich Datenschutzthemen, andere resümierten, der Facebook-Gründer habe die schlecht vorbereiteten Kongressmitglieder stundenlang geschickt vorgeführt und nur den Ahnungslosen gespielt.

Es wird spannend, wie sich das vergleichsweise kurze Gespräch mit den EU-Abgeordneten entwickelt. Albrecht stellt klare Anforderungen: „Dass wir mehr Erkenntnisse darüber bekommen, was Facebook eigentlich plant mit Blick auf den Datenschutz der Nutzer und wie vor allen Dingen in Zukunft ein Geschäftsmodell betrieben werden kann, das nicht nur auf die Ausbeutung der Daten und der Privatsphäre der Menschen setzt.“

Quellen: Tagesschau, EU-Parlament, Heise

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