Project Ara 2.0? Facebook arbeitet heimlich an modularem Smartphone

Simon Stich

Im geheimen Zukunftslabor von Facebook wird allem Anschein nach an einem Smartphone gearbeitet. Dieses soll modular aufgebaut und damit einfach zu erweitern sein. Hat Facebook von Googles Fehlern beim Project Ara gelernt?

Project Ara 2.0? Facebook arbeitet heimlich an modularem Smartphone

Modulare Smartphones sind die Zukunft von gestern: Google hatte mit dem Project Ara über Jahre hinweg an einem erweiterbaren Smartphone gearbeitet. Nutzer sollten in der Lage sein, einzelne Bauteile des Geräts auszutauschen – zum Beispiel gegen eine bessere Kamera oder einen leistungsstarken Akku. Jetzt versucht sich Facebook also an einem ähnlichen Konzept. Mit dabei: Ehemalige Google-Mitarbeiter des Project Ara.

Project Ara – Hot-Swapping-Demo auf der Google I/O 2015.

Facebook will ins Hardware-Geschäft einsteigen

Von Facebook selbst gibt es bisher keine Bestätigung. Die Infos sind nur deshalb nach außen gedrungen, weil das amerikanische Patentamt auf seiner Webseite ein neues Patent von Facebook veröffentlicht hat. Demnach arbeitet der Konzern an einem „modularen elektromagnetischen Gerät“. Dieses soll der Patentschrift zufolge dafür sorgen, dass das Problem der „teuren und verschwenderischen“ Hardware von heute angegangen wird.

Was genau Facebook mit dem „elektromagnetischen Gerät“ vorhat, ist bislang noch absolut unklar. Es soll ein Touchscreen, Mikrofon, Lautsprecher sowie eine GPS-Einheit geben. Auch Telefonie-Funktionen sind dem Patent zufolge geplant. Vieles weist auf ein modulares Smartphone hin, zumal ehemalige Mitarbeiter von Googles gescheitertem Project Ara mit an Bord sind. Das modulare Smartphone von Google wurde im letzten Jahr überraschend noch vor dem Release eingestellt.

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Die 14 größten Facebook-Fails.

Geheime Pläne in Facebooks Building 8

Facebook hat in seinem Building 8 eine Art Zukunftslabor eingerichtet, in dem an elektronischen Geräten gearbeitet wird. Mit dabei ist auch das Startup Nascent Objects, das 2016 von Facebook aufgekauft wurde. Nascent Objects hatte sich auf 3D-Druck von modularen Objekten spezialisiert. Vielleicht träumt Facebook von einem futuristischen Smartphone, bei dem einzelne Bauteile aus dem 3D-Drucker kommen.

Bis wir ein Facebook-Smartphone in den Händen halten können, wird aber aller Voraussicht nach noch viel Zeit vergehen. Der Konzern selbst wollte sich nicht zu dem Thema äußern. Es bleibt also abzuwarten, an was Facebook nun genau arbeitet. Nach dem Project Ara und dem LG G5 wird es hoffentlich nicht der dritte große Misserfolg in Sachen modulare Smartphones.

Quelle: Business Insider via The Verge
Artikelbild zeigt Googles Project Ara

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