Toffeed: Alternative Facebook-App im Test

Rafael Thiel 10

Facebook ist unbestritten das beliebteste soziale Netzwerk der Welt. Bei der mobilen Anwendung für Android hört die Popularität allerdings auf – die App macht vor allem durch schlechte Performance und hohen Energieverbrauch im Hintergrund auf sich aufmerksam. Doch glücklicherweise gibt es mittlerweile genug Ausweichmöglichkeiten. Zuletzt stellten wir euch Metal vor – heute beleuchten wir eine weitere Alternative namens Toffeed.

Toffeed: Alternative Facebook-App im Test

Bei Toffeed handelt es sich wohlgemerkt, ähnlich wie bei Metal, um einen Webseiten-Wrapper. Das bedeutet im Klartext: Die Anwendung bezieht die Inhalte aus der mobilen Webseite von Facebook und bereitet diese lediglich ein wenig auf. Dementsprechend kommt Toffeed funktional auch nicht an die offizielle App heran – so viel sei vorab schon mal gesagt. Nichtsdestotrotz bietet Toffeed einige Vorteile, sowohl gegenüber der mobilen Webseite als auch der im Play Store befindlichen Facebook-App.

Toffeed schont den Akku und sieht schick aus

Dabei glänzt Toffeed natürlich vor allem da, wo die offizielle Anwendung schwächelt: Der Akku-Beanspruchung. Dadurch, dass die Hintergrundsynchronisation auf ein Minimum reduziert ist und in den Einstellungen zudem feinjustiert werden kann, taucht Toffeed für gewöhnlich nach einem Tag nicht einmal in der Akku-Statistik auf. Das dürfte für all jene, die ob der energiehungrigen Facebook-App am frühen Abend bereits nach einer Steckdose Ausschau halten mussten, ein Segen sein.

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Doch was hat Toffeed davon abgesehen in petto? Im Grunde vergleichsweise wenig. Es gibt Ansätze des Material Designs innerhalb der Anwendung – sinnbildlich dafür sei der Floating Action Button (FAB) erwähnt, der ähnlich wie bei der Google+-App eine Reihe von Funktionen innehat. Allerdings beschränkt sich das ansprechende Design auf das Gerüst, der Inhalt an sich stammt schließlich direkt von der mobilen Facebook-Seite. Das fällt vielleicht auf den ersten Blick nicht auf, spätestens beim Interagieren mit der Oberfläche wird das aber deutlich. So muss etwa ständig die Webseite, die die Wrapper-App letztendlich nur hübsch eingerahmt darstellt, neu geladen werden – etwa bei der Rückkehr aus der Kommentarsektion eines Beitrages per Zurück-Button.

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Zusätzliche Funktionalität bietet Toffeed derweil kaum an: Es ist möglich, Benachrichtigungen einzuschalten – der Nutzer kann hierfür sogar das Synchronisations-Intervall festlegen. Das ist eine nette Zugabe, mehr aber nicht. Seit einigen Monaten ist allerdings der Chrome-Browser unter Android auch in der Lage, Benachrichtigungen von Webseiten wie Facebook abzurufen. Außerdem können Bilder ausgeblendet werden, falls das Internet mal langsam oder limitiert ist. Wirklich nützliche Dreingaben gibt es jedoch leider nicht. Da hat Metal mit Fingerabdruck-Sicherung und einem schwarzen Theme weitaus mehr zu bieten.

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Toffeed bleibt ohne wirklichen Mehrwert

Lohnt sich Toffeed also? Die App ist kostenlos, dementsprechend kann ein kurzer Testlauf nicht schaden. Allerdings bietet die Anwendung unserer Meinung nach kaum einen Mehrwert gegenüber der mobilen Webseite. Immerhin gibt es keine Werbung, Toffeed blendet gesponserte Inhalte innerhalb des Facebook-Streams aus. Wer Facebook rege nutzt, sollte jedoch weiterhin zur offiziellen App greifen.

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden.

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