„Und was dann geschah…“ …will Facebook herausfiltern

Julien Bremer 5

Seiten wie Heftig.co könnten harte Zeiten bevorstehen. Denn Facebook will diesen Portalen, die so sehr auf virale Verbreitung setzen, einen Riegel vorschieben: Überschriften, die auf Klickfang aus sind, werden stärker herausgefiltert.

„Und was dann geschah…“ …will Facebook herausfiltern

Wie das soziale Netzwerk ankündigt, soll der Newsfeed dahingehend verbessert werden, dass Spam und wenig relevante Inhalte nicht mehr angezeigt werden. Dies betrifft in erster Linie Portale, die auf sogenanntes Clickbaiting setzen. Das bedeutet, sie locken mit reißerischen Überschriften a la „ und was dann geschah, war unglaublich“. Dahinter verbirgt sich in der Regel aber bedeutungsloser Inhalt.

Facebook kündigte dafür zwei Methoden an, um den relevanten vom irrelevanten Inhalt zu unterscheiden. Einerseits wird die Verweildauer gemessen, die ein Nutzer nach dem Klick von Facebook auf der neu aufgerufenen Seite verbringt. Kehrt er nach dem Seitenaufruf zügig wieder zu Facebook zurück, ist das ein Indiz dafür, dass der Inhalt nichtig ist und nicht das, was sich der Nutzer vorstellte.

Die zweite Methode bezieht sich auf das Verhältnis zwischen Klicks und Interaktionen. Hat ein Artikel über Facebook recht viele Aufrufe, wird aber kaum kommentiert bzw. geliked, dann ist auch das für Facebook ein Anzeichen dafür, dass der Inhalt keinen besonders großen Mehrwert hatte.

Für Portale wie heftig.co, die auf eine solche Aufmachung setzen, dürfte das ein schwerer Schlag sein. Diese setzen in erster Linie auf virale Verbreitung ihrer banalen Inhalte in den sozialen Netzwerken. Wenn das größte dieser Netzwerke nun versucht, solche Inhalte herauszufiltern, dürfte sich das sicherlich bemerkbar machen.

Flavio hat bereits vor einigen Wochen deutlich gemacht, wie wir in der Redaktion zu diesen Portalen stehen. Wer den Artikel damals nicht gelesen hat, sei er an dieser Stelle noch einmal ans Herz gelegt.

Außerdem sind die Twitter-Accounts @Erspartdirdenklick bzw. @savedyouaclick empfehlenswert. Diese entlarven reißerische Überschriften meist durch das Hinzufügen weniger Wörter.

Bild via shutterstock

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