Facebook startet Workplace: Soziales Netzwerk für Unternehmen

Stefan Bubeck

Facebook bringt mit Workplace ein neues soziales Netzwerk – nur für die Arbeit. Damit tritt man gegen die populäre App Slack an. Punkten will Facebook bei der Sicherheit und mit einem attraktiven Preis.

Workplace von Facebook.

Workplace soll Mitarbeiter verbinden und bietet unter anderem (Gruppen-)Chats, einen personalisierten Newsfeed und Videoanrufe. Die grundlegende Idee ist also, dass die Vernetzung innerhalb eines Unternehmens verbessert wird und bei großen Projekten das zuständige Team den Überblick behält. Facebook spricht im Produktvideo davon, dass das Teilen von Inhalten Entscheidungen beschleunige und dabei helfe, Ziele zu erreichen.

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21 Beiträge, in denen alte Leute kläglich auf Facebook scheitern

Ein Durcheinander zwischen Beruflichem und Privatem muss man offenbar nicht befürchten: Der Workplace-Account ist komplett unabhängig vom persönlichen Facebook-Account. Auch optisch ist das sichtbar – der Dienst hat ein eigenes Logo bekommen.

Günstiger als Slack

Eine Voraussetzung zur Nutzung ist, dass das eigene Unternehmen einen Zugang hat, der mit Kosten verbunden ist. Dafür sei Workplace frei von Werbung. Unternehmen müssen, je nach Anzahl der Mitarbeiter, zwischen ein und drei US-Dollar pro Person und Monat berappen.

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Messenger, Kollaborationslösungen und Produktivitätstools für den Businessbereich sind nichts Neues – zu den bekanntesten Vertretern gehören beispielsweise Yammer (Microsoft), Hipchat (Atlassian) oder Slack (Slack Technologies). Letzterer ist der wahrscheinlich wichtigste Konkurrent, allerdings kostet hier die Standardversion mit über 6 US-Dollar pro User im Monat mehr als Workplace. Die Integration von Windows Azure Active Directory und dem Cloudspeicher Box ist ein wichtiges Argument für Unternehmen, die diese Dienste bereits nutzen.

Facebook-Technologien sollen für Sicherheit sorgen

Ein großes Thema ist die Sicherheit. Facebook garantiert die Einhaltung der Standards der Cloud Security Alliance und positioniert sich als Experte, wenn es um die Abwehr virtueller Angriffe geht. Hier spielen die Erfahrungen des sozialen Netzwerks eine gewichtige Rolle – bewährte Facebook-Technologien sollen auch bei Workplace zum Einsatz kommen. Die zugrunde liegende Infrastruktur wird als hochsicher angepriesen – gemeint sind Facebooks Datencenter.

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Was sich zudem als Vorteil erweisen könnte: Die Benutzeroberfläche von Workplace sieht der von Facebook extrem ähnlich – ein vertrauter Look und eine bekannte Bedienung dürften Hemmnisse schon im Vorfeld abbauen. Es wird sich noch zeigen müssen, ob die 1,7 Milliarden Accounts große Benutzerbasis von Facebook eine Starthilfe ist. Auf Seite einiger Unternehmen scheint man schon überzeugt zu sein, bereits jetzt tauchen große Namen wie Danone oder Columbia Sportwear in den Referenzen auf.

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Der Vorgänger von Workplace war das konzerninterne Tool „Facebook at Work“, das ab Januar 2015 auch ausgewählten Partnern angeboten wurde. Nun also „Workplace“ für alle – und da drängt sich auch schon die Frage auf, wie sich das Angebot mit deutschen Datenschutzbestimmungen und der allgemein verbreiteten Skepsis gegenüber dem Internetriesen verträgt. So manche Chefetage verbietet ihren Mitarbeitern den Zugang zur „Ablenkmaschine“ Facebook – da ist eine Übergabe der firmeninternen Kommunikation an selbigen Anbieter nicht gerade naheliegend.

Quellen: zdnet, workplace

Benutzeroberfläche: Workplace von Facebook.

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