Zuckerberg stellt Facebook-Masterplan gegen Fake-News vor

Stefan Bubeck

Die Kritik am Fake-News-Problem zeigt offenbar Wirkung: Der Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat nun auf seiner Timeline Maßnahmen vorgestellt, mit denen die Verbreitung unwahrer Nachrichten eingedämmt werden soll. Das sind seine sieben Strategiepunkte.

Zuckerberg stellt Facebook-Masterplan gegen Fake-News vor
Bildquelle: Alessio Jacona auf Flickr, (CC BY-SA 2.0).

Rund um die Enthüllungen der Nachrichtenseite Buzzfeed hat sich in den letzten Tagen eine Debatte um die Verantwortung Facebooks bezüglich politischer Meinungsbildung entwickelt. Festgestellt wurde zum einen, dass erfundene Meldungen systematisch produziert und platziert werden, und zum anderen, dass Nachrichten dieser Art besonders erfolgreich sind.

Die User liken und teilen Posts, ohne deren Wahrheitsgehalt auf den Grund zu gehen. Das könnte mutmaßlich Donald Trump zum Wahlsieg verholfen haben. In den US-Medien herrscht der Tenor, dass Facebook politische Verantwortung trägt.

Fake-News bekämpfen: Zuckerbergs sieben Maßnahmen

Auf seiner persönlichen Facebook-Timeline stellte der Gründer des sozialen Netzwerks in einem ausführlichen Post eine Reihe von Maßnahmen vor, mit denen der Konzern die Hoax-Flut bekämpfen will:

  1. Bessere Erkennung: Technische Systeme sollen zuverlässiger klassifizieren, was unwahr ist. Erkannt werden soll, was von Usern als falsch markiert wird, noch bevor es die User selbst markieren
  2. Einfaches Melden: Den Facebook-Nutzern soll es einfacher gemacht werden, Fehlinformationen zu melden.
  3. Verifikation durch Drittanbieter: Facebook will mit etablierten Faktencheck-Organisationen kooperieren und von ihnen lernen. (Anmerkung: Regelmäßige Berichte über Hoax-Posts findet ihr auch hier auf GIGA)
  4. Warnungen: Facebook erörtert aktuell, Posts mit einem Warnlabel zu versehen, wenn diese von Dritten oder der Facebook-Community als unwahr gemeldet wurden.
  5. Höhere Qualität für passende Stories: Die Messlatte für Meldungen, die als zusammenhängend im News Feed angezeigt werden, soll angehoben werden.
  6. Fake-News-Geschäftsmodelle abschalten: Da hinter den erfundenen Informationen meist eine finanzielle Motivation steckt, will Facebook wie bereits angekündigt versuchen, die Geldflüsse über das eigene Werbenetzwerk auszutrocknen.
  7. Zuhören: Facebook will stärker mit Journalisten und anderen Beteiligten aus dem Nachrichtengewerbe zusammenarbeiten, um von ihnen zu lernen.

 

https://www.giga.de/go/78aal *

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