Facebook: Arnold Schwarzenegger ist tot – Achtung, Fake!

Robert Schanze 1

Derzeit wird auf Facebook die Meldung verbreitet, dass der Schauspieler Arnold Schwarzenegger durch einen Herzinfarkt tot sei. Die Meldung ist aber ein Fake und ein Phishing-Versuch, bei dem ihr eure Login-Daten an Cyber-Kriminelle weitergebt, wenn ihr nicht aufpasst. Wir zeigen, wie der Betrug funktioniert.

Facebook: Arnold Schwarzenegger ist tot? – Fake erkennen

Auf Facebook wird der Statusbeitrag geteilt, dass Arnold Schwarzenegger tot sei. Das Bild zeigt den bekannten Terminator-Schauspieler mit den Jahresangaben 1947 - 2016. Todesursache sei ein Herzinfarkt gewesen. Außerdem soll sich der Schauspieler zum Todeszeitpunkt in Österreich aufgehalten haben. Bereits hier wird für aufmerksame Beobachter ersichtlich, dass das Bild sehr wahrscheinlich ein Fake ist und nicht echt. Folgende Punkte machen das deutlich:

  1. Das Bild von Arnold Schwarzenegger wurde schlecht ausgeschnitten und vor einem schwarzen Hintergrund platziert. Man beachte seine Haare vor dem schwarzen Hintergrund. Hier könnte man mehr Hingabe erwarten, wenn die Meldung echt wäre.
  2. Statt der Zahl 2016 stand auf dem Bild vorher anscheinend das Jahr 2015. Also hat wohl jemand nachträglich versucht, die Zahl 2015 in eine 2016 zu verwandeln, indem ein kleiner weißer Strich rechts bei der Ziffer 5 eingefügt wurde.
  3. Die folgende Zeile ist sehr schlechtes Deutsch: „Arnold Schwarzenegger hat gerade an einem Herzinfarkt starb heute Morgen in Österreich.“

Übrigens: Leonardo DiCaprio ist auf Facebook auch schon gestorben: Leonardo DiCaprio tot? Beitrag kursiert auf Facebook – Vorsicht vor Fakes und Fallen.

Arnold Schwarzenegger ist nicht tot – Betrug durch Facebook-Datenklau

Dass die Facebook-Meldung ein Betrugsversuch und nicht echt ist, wird spätestens hier klar:

  1. Mehrere Nutzer sind auf dem Beitrag markiert, die automatisch eine Benachrichtigung erhalten und dann gegebenenfalls dem Statusbeitrag folgen und etwa auf Arnolds Bild klicken.
  2. Wenn Nutzer das tun, öffnet sich eine Webseite, die nur nach Facebook aussieht. Dort soll eine „Facebook Video Anwendung (kostenlos)“ aktiviert werden, indem E-Mail-Adresse und Passwort für den Facebook-Login eingetragen werden sollen. Dazu gibt diese Meldung im schlechten Deutsch: „Facebook hat folgende Angaben zu bestätigen, damit der Zugriff auf diese Videoanwendung eingeben!“ Das ist häufig ein Anzeigen für einen Betrugsversuch.

  3. Die scheinbare Facebook-Webseite ist nicht echt und nur ein Fake. Wenn Facebook-Nutzer hier ihren Login eingeben, wird dieser an die Cyber-Kriminellen weitergeleitet.

Im Schlimmsten Fall wird euer Facebook-Account dann missbraucht und ihr habt keinen Zugang mehr darauf, weil das Passwort danach sofort von den Betrügern geändert wird.

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Fiese Sprüche für Facebook, WhatsApp und falsche Freunde.

Facebook-Phishing durch Arnold-Schwarzenegger-Meldung

Wer einen aktuellen Browser hat, sollte nach einem Klick auf Arnolds Bild eine Warnung angezeigt bekommen, dass die Webseite, zu der weitergeleitet wird, als Betrugsversuch gemeldet ist.

Solche Fake-Meldungen wie die mit Arnold Schwarzenegger kursieren schon sehr lange im Internet. Eine Ähnliche von Facebook gab es etwa hier: Fernando Alonso ist tot - Meldung auf Facebook: Achtung Hoax! Das versuchte Abgreifen von Login-Daten anderer Benutzer wird als Phishing bezeichnet, siehe
Phishing: Was ist das und wie erkenne ich den Betrug?  Ähnliche Meldungen gibt und gab es bereits für andere beliebte Internet-Dienstleister wie

Allerdings wird hier im Gegensatz zu Fake-Angeboten mit Gutscheinen, Geld etc. mit Emotionen der Nutzer gespielt. Wer aus Mitgefühl dem Fake-Statusbeitrag folgt, bekommt dafür eine böse Überraschung. Nutzer sollten also besonders zu Zeiten von Social Media die leichtfertige Weitergabe ihrer Login-Daten vermeiden und immer auch etwas skeptisch und misstrauisch an die Sache herangehen. Lock-Angebote mit Gutscheinen und Co. gibt es im Internet genug.

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