Facebook Dating: Tinder-Angriff im Auftrag der Liebe

Martin Maciej

Das soziale Netzwerk Facebook fungiert bislang eher nicht als Dating-Plattform. Dem will man jedoch entgegenwirken und stellt sich mit einem eigenen Programm als Tinder-Konkurrenz auf. So gibt es seit längerem Planungen zu „Facebook Dating“.

Schon jetzt ist die Dating-Funktion verfügbar, allerdings ist der Nutzerkreis derzeit noch stark eingeschränkt. In Deutschland ist Facebook Dating noch nicht verfügbar.

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Facebook Dating in Deutschland noch nicht verfügbar

Die neue Flirt-Funktion wurde im Mai auf der eigenen Entwicklerkonferenz vorgestellt. Freigeschaltet wurde der Dating-Bereich bislang testweise in Kolumbien. Ob und wann Facebook Dating nach Deutschland kommt, ist noch nicht bekannt. Hier bleibt die Testphase in Kolumbien abzuwarten. So funktioniert es:

  • Die Funktion ist nur für volljährige Facebook-Mitglieder verfügbar.
  • Anders als zum Beispiel beim Messenger muss keine zusätzliche App installiert werden.
  • Stattdessen ist die Dating-Plattform über die mobile Facebook-App zu finden. In der Browser-Version kann man nicht darauf zugreifen.
  • Anders als bei den Dating-Platzhirschen wie Lovoo oder Tinder verzichtet man bei den Dating-Funktionen auf kostenpflichtige Features oder einen Premium-Account. Auch Werbung wird hier nicht geschaltet.
  • Nachrichten werden nicht innerhalb der Messenger-App, sondern separat angezeigt.

Für das Dating wird ein neues Profil angelegt. Facebook greift lediglich auf den Nutzernamen und das Alter zu. Für die Einrichtung müssen 20 Fragen beantwortet werden. Die Antworten dienen als „Eisbrecher“ und sollen anderen Nutzern den Gesprächseinstieg erleichtern. Natürlich wird auch hier nicht auf die Präsentation durch eigene Fotos verzichtet. Zu weiteren freiwilligen Angaben, die das Daten erleichtern sollen, gehören die Größe, Ausbildung oder Religion. Wie beim „richtigen“ Facebook können als Geschlecht neben „männlich“ und „weiblich“ viele weitere Angaben gemacht werden.

So funktioniert Facebook Dating

Per GPS-Abfrage und Angabe des eigenen Standorts schlägt Facebook Dating-Partner aus dem unmittelbaren Umkreis von maximal 100 Kilometern vor. Nach eigenen Angaben soll man über die Funktion vor allem für Langzeitbeziehungen finden. Anders als bei Tinder gibt es also kein „Swipen“. Es müssen auch nicht beide Dating-Kandidaten aufeinander zugehen, stattdessen kann direkt der Kontakt aufgenommen werden. Nervige Teilnehmer kann man stummschalten.

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Bekommt man bei anderen Dating-Plattformen unter Umständen das eine oder andere ungewollte Bild zu Gesicht, dürfen über Facebook-Dating nur Emojis und Textnachrichten verschickt werden. In der Übersicht der Dating-Kandidaten sollen keine eigenen Facebook-Freunde und geblockte Personen auftauchen. Stattdessen soll man bevorzugt Mitglieder angezeigt bekommen, die ähnliche Interessen haben, gleiche Events besuchen oder sich in gemeinsamen Facebook-Gruppen befinden.

Umfrage: Ist Merkels Datensteuer eine gute Idee?

Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert eine Reform des Steuersystems: Sie spricht von „Bepreisung von Daten“ und zielt damit auf Internetkonzerne, die mit Nutzerdaten Geld verdienen. Sind Daten der Rohstoff der Zukunft und was ist von diesem Vorschlag zu halten?

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