"Haha, erinnerst du dich an dieses Bild?" bei Facebook: Warnung

Martin Maciej 2

Immer wieder erhalten Nutzer bei Facebook eine private Nachricht oder eine Gruppennachricht mit dem Inhalt „Haha, erinnerst du dich an dieses Bild“. Begleitet wird die Nachricht von einem maskierten Link, der natürlich dazu verleiten soll, das angebliche aufzurufen.

"Haha, erinnerst du dich an dieses Bild?" bei Facebook: Warnung

Der Link kommt in der Regel in der Form „http://t.co/ABCD“. Hinter diesem Link findet sich allerdings nicht das versprochene Bild, an welches man sich erinnern soll, sondern eine Webseite, die der echten Facebook-Login-Seite ähnlich sieht und zu einem erneuten Login bei Facebook aufruft.

Warnung: Haha, erinnerst du dich an dieses Bild?-Nachricht bei Facebook

Ein Blick in die Adressleiste des Browsers verrät allerdings, dass man sich keineswegs auf der offiziellen Facebook-Seite befindet, sondern auf einer vollkommen anderen URL, die nicht verschlüsselt ist und keinerlei Verbindung zu Facebook aufweist. Loggt man sich auf dieser vermeintlichen Facebook-Seite ein, erhält man Zugang zu einem Bild, welches mehrere feiernde und leicht bekleidete Damen zeigt. Hier findet sich zwar kein anstößiges Material, allerdings wirkt die gesamte Aktion dennoch sehr suspekt. Auf der Fake-Facebook-Seite ist es unerheblich, ob man seine eigenen Daten oder einen Buchstabensalat eingibt, der Zugang zu Bild, an welches man sich erinnern soll, wird bei beliebigen Eingaben freigeschaltet.

Einer Google-Bildersuche lässt sich entnehmen, dass das Bild einem Fashionblog entnommen wurde und die 20-jährige Bloggerin beim Urlaub auf der griechischen Insel „Agia Napa“ zeigt.

Kamal Against The Machine Facebook UNCUT.

„Haha, erinnerst du dich an dieses Bild“: Was steckt dahinter?

Gibt man seine richtigen Login-Daten ein, ist jedoch davon auszugehen, dass man in eine Phishing-Fallle tappt und die eigenen Account-Informationen in die Hände eines Hackers gelangen, der das eigene Profil übernehmen und dadurch weitere Hacker-Attacken starten kann, um z. B. in eurem Namen Geld von Freunden anzupumpen oder weitere Viren online zu verbreiten. Werdet ihr in einen Gruppenchat eingeladen, der euch nicht bekannt ist oder euch bereits in solch einem Chat befinden, schließt die virtuelle Gesprächsrunde und klickt unter keinen Umständen den maskierten Link an. Falls ihr eine Gruppennachricht mit dem Inhalt „Haha, erinnerst du dich an dieses Bild“ von einem Freund aus der Kontaktliste erhaltet, sprecht diesen direkt darauf an. Möglicherweise ist dieser bereits in die Virenfalle getappt, so dass mit seinem Account nun unwissentlich Spam-Meldungen durch Facebook verteilt werden.

Weitere Artikel zum Thema:

Umfrage: Ist Merkels Datensteuer eine gute Idee?

Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert eine Reform des Steuersystems: Sie spricht von „Bepreisung von Daten“ und zielt damit auf Internetkonzerne, die mit Nutzerdaten Geld verdienen. Sind Daten der Rohstoff der Zukunft und was ist von diesem Vorschlag zu halten?

Zu den Kommentaren

Kommentare zu diesem Artikel

Neue Artikel von GIGA SOFTWARE

  • Firefox: Autofill-Daten löschen & deaktivieren – so geht's

    Firefox: Autofill-Daten löschen & deaktivieren – so geht's

    Firefox speichert Daten, die ihr in Formularfelder eingegeben habt, um sie das nächste Mal schnell wieder eingeben zu können. Dabei können aber auch private Daten angezeigt werden, was mitunter nicht gewollt ist. Wir zeigen euch auf GIGA, wie ihr die Autofill-Daten löscht und die Autofill-Funktion deaktiviert.
    Robert Schanze
  • Firefox: Im privaten Modus surfen – so geht's

    Firefox: Im privaten Modus surfen – so geht's

    Im privaten Modus speichert Firefox keine Passwörter, Cookies oder die Surf-Chronik. Wir zeigen euch hier auf GIGA, wie ihr den privaten Modus in Firefox startet und bei Bedarf auch dauerhaft aktiviert.
    Robert Schanze
* Werbung