Google arbeitet an propellergetriebenem Flipboard/Pulse-Klon

Amir Tamannai

Wir Android-Nutzer haben bislang vorrangig zum Pulse-Reader gegriffen, wenn es darum ging, News nach unserem individuellen Gusto hübsch aufbereitet präsentiert zu bekommen. Auf dem iPad gibt es dafür die App Flipboard. Die ist sogar so gut/hübsch/beliebt, dass Gooogle sie jüngst kaufen wollte – hat aber nicht geklappt, und so arbeitet man nun in Mountain View an einer eigenen Alternative für Android und iOS.

Google arbeitet an propellergetriebenem Flipboard/Pulse-Klon

Ich persönlich nutze nach einigen Gehversuchen mit Pulse und Co. mittlerweile gar keinen News-Aggregator mehr auf dem Smartphone – da das, was ich so mache, aber zurecht niemanden interessiert, erfreuen sich solche Dienste nach wie vor großer Beliebtheit. Besonders Flipboard auf dem iOS läuft richtig gut. So gut, dass Google jüngst sogar vergeblich versucht hat, den Dienst zu übernehmen. Ein Versuch, der aber ohne Erfolg blieb.

Und so tut Google, was Google eben tun muss: Man entwickelt kurzerhand einen eigenen News-Reader-Dienst, der im Gegensatz zum bestehenden Google Reader auch optisch überzeugen soll. Der US-Blogger und Tech Evangelist (so Wikipedia) Robert Scoble hat auf Google+ Folgendes verlautbaren lassen:

„I heard from someone working with Google that Google is working on a Flipboard competitor for both Android and iPad. My source says that the versions he’s seen so far are mind-blowing good.“

Zu deutsch: Ein Google-Mitarbeiter hat Scoble gesteckt, dass man an einem Flipboard-Konkurrenten für Android und das iPad arbeitet und das die aktuelle Version schon „atemberaubend“ gut aussähe. Aha, klingt ja viel versprechend.

Wenn das so stimmt, ist davon auszugehen, dass der intern auf den Namen „Propeller“ getaufte Reader natürlich auch in das Google-Netzwerk Google+ integriert werden wird/kann (oder eher umgekehrt). Auch eine Twitter-Integration wäre denkbar; eben ganz so, wie das Flipboard auch macht.

Die Webseite 9to5google.com will überdies bereits von Funktionalitäten zur Veröffentlichung von Inhalten in der App wissen: Praktisch für Verleger und Redaktionen wäre die Option, den eigenen Content mittels einer Webanwendung direkt aus dem Browser für „Propeller“ aufzubereiten und dort zu veröffentlichen. So könnten gleich ein passendes Layout gewählt und die jeweiligen Zielgeräte bestimmt werden. Außerdem sollen sowohl Möglichkeiten zur Monetarisierung der eigenen Inhalte via AdSense als auch für etwaige Gebühren für das Lesen der Artikel integriert werden.

Wir halten Augen und Ohren offen, ob sich in den nächsten Wochen etwas tut in der News-Reader-Welt.

9to5google.com [via androidauthority.com]

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