Arbeitsbedingungen: Foxconn-Angestellte wollen nicht an Nicht-Apple-Produkten arbeiten

Florian Matthey 9

Apple stand immer wieder wegen Arbeitsbedingungen beim Zulieferer Foxconn in der Kritik. Offenbar sorgt Apple aber für bessere Bedingungen als andere Foxconn-Partner: Foxconn-Mitarbeiter kündigen lieber, als an Nicht-Apple-Produkten zu arbeiten.

Arbeitsbedingungen: Foxconn-Angestellte wollen nicht an Nicht-Apple-Produkten arbeiten

DigiTimes berichtet, dass Foxconn in diesen Tagen wieder zahlreiche Personen einstellt – insgesamt sollen in Zukunft weitere 12.000 Universitätsabsolventen und 6.000 Schulabsolventen ihre Arbeit bei Foxconn aufnehmen. Auch Ingenieure sollen zunächst in der Produktion tätig sein, um diesen Teil des Geschäftsbereichs kennenzulernen, bevor sie dann in höheren Positionen arbeiten.

Bemerkenswert ist einer der Gründe, warum Foxconn aktuell viele neue Mitarbeiter braucht: Die Produktion des iPhone 7 laufe aktuell deutlich langsamer als vor einigen Monaten, was zumindest zum Teil saisonal bedingt und damit keine Besonderheit ist. Allerdings hat Foxconn offenbar Schwierigkeiten damit, die Mitarbeiter dazu zu bringen, nicht am iPhone, sondern an Produkten anderer Hersteller zu arbeiten. Viele Mitarbeiter verlassen das Unternehmen offenbar lieber, als entsprechend innerhalb von Foxconn zu wechseln.

iPhone 7 Review.

iPhone 7 bei Saturn bestellen *

iPhone 7 Plus bei Saturn bestellen *

Ein Grund dafür soll wiederum die Tatsache sein, dass sich Apple für vergleichsweise ordentliche Arbeitsbedingungen der an Apple-Produkten tätigen Foxconn-Mitarbeiter einsetzt. Da manch andere Foxconn-Kunden nicht entsprechend strenge Vorgaben machen, sind die Bedingungen für die Arbeit an deren Produkten offenbar auch weniger zufriedenstellend.

Apple stand vor einigen Jahren wegen schlechter Arbeitsbedingungen bei Foxconn, die sogar zu Suiziden führten, in der Kritik. Seitdem veröffentlicht Apple regelmäßig einen Bericht über Arbeitsbedingungen bei Zulieferern und wie diese sich aufgrund von Apples Initiative verbessert haben. Die Kritik hält zwar trotzdem an, ist aber sicherlich auch aufgrund dieser Berichte leiser geworden.

Quelle: DigiTimes via AppleInsider

Weitere Themen

* gesponsorter Link