Foxconn macht Angebot für Sharp-Übernahme

Florian Matthey

Displays in Apple-Produkten könnten in Zukunft noch häufiger von Sharp stammen: Apples Partner Foxconn soll das japanische Unternehmen komplett übernehmen wollen. Allerdings gibt es noch einen Nebenbuhler.

Foxconn macht Angebot für Sharp-Übernahme

Foxconn und Sharp sind schon in den letzten Jahren immer näher zusammen gerückt: Anfang 2013 stieg der Hersteller aus Taiwan beim japanischen Unternehmen als Investor ein. Im Herbst letzten Jahres kamen dann erstmals Gerüchte um eine Übernahme auf – wobei es auch hieß, dass Apple als Investor hinzukommen würde.

Zumindest die Übernahme nimmt jetzt Formen an: Das Wall Street Journal berichtet, dass Foxconn 625 Milliarden Yen – rund 4,9 Milliarden Euro – für die Komplettübernahme von Sharp angeboten habe. Dabei wolle Foxconn auch die kompletten Schulden der Japaner tilgen. Sharp muss bis März diesen Jahres 510 Milliarden Yen an Gläubiger zurückzahlen.

Zusätzlich soll es aber auch noch ein Angebot von Innovation Network Corporation of Japan (INCJ) geben. INCJ möchte zwar nur 300 Milliarden Yen – rund 2,35 Milliarden Euro – bezahlen. Dafür ist INCJ schon Hauptanteilseigner des Joint Ventures Japan Display, das Hitachi, Sony, Toshiba und Sharp im Jahr 2012 gegründet hatten – und das Apple ebenfalls mit Dispays beliefert.

Inwieweit Apple bei einer Übernahme durch Foxconn mit von der Partie wäre, ist unklar. In der Vergangenheit sah es aber meist danach aus, dass eine engere Bindung zwischen Foxconn und Sharp auch eine engere Bindung zwischen Apple und Sharp bedeutet.

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