Light: Start-Up arbeitet an Smartphone-Kameras auf DSLR-Niveau

Tuan Le 8

„Smartphones werden DSLR-Kameras nie ersetzen können!“ – was von Fotografen immer wieder gepredigt wird, könnte dank der Entwicklungen des Start-Ups Light deutlich an Allgemeingültigkeit einbüßen: Durch den Einsatz von mehreren Kameralinsen auf der Rückseite sollen mit den Smartphones der Zukunft Fotos geschossen werden können, die das qualitative Niveau moderner Spiegelreflexkameras besitzen.

Light: Start-Up arbeitet an Smartphone-Kameras auf DSLR-Niveau

Was das Start-Up Light verspricht, klingt für ambitionierte Smartphone-Fotografen schon fast zu gut, um wahr zu sein: Echter optischer Zoom, enorm hochauflösende Fotos mit bis zu 52 Megapixel auf dem Niveau von Spiegelreflexkameras sowie eine gute Performance bei schlechten Lichtbedingungen – alles verpackt im Gehäuse eines Smartphones. Insgesamt 35 Millionen US-Dollar wurden bereits von namhaften Unternehmen wie zum Beispiel Foxconn, CRV und Crunchfund in das ehrgeizige Projekt von Light investiert. Einige Prototypen hat das Start-Up bereits entwickelt, angesichts der hohen Investitionssummen scheint die Technologie überzeugen zu können.

Zwischen 6 und 11 verschiedene Kameras werden von Light verwendet, die zusammen zur Berechnung eines einzelnen Fotos als Endresultat verwendet werden. Mithilfe der Folded Optics-Technologie soll außerdem ein optischer Zoom in Smartphone-Kameras verbaut werden können, der in einem vergleichsweise kompakten Gehäuse Platz findet. Der Zoom soll hierbei zwischen 70 und 150 Millimeter operieren können, angetrieben wird das Kamera-Modul von einem Qualcomm Snapdragon-Prozessor.

Es steckt also eine ganze Menge Technik in dem Kamera-Modul von Light und es ist offensichtlich, dass kompaktere Smartphones kaum mit solchen Kameras ausgestattet werden können. In Geräten wie beispielsweise dem iPhone 6 Plus aber, so Co-Gründer Dave Grannan, soll das Kamera-Modul ohne Probleme Platz finden. Die Kosten belaufen sich für die Hersteller jedoch auf rund 60 US-Dollar, was die für den Endverbraucher anfallenden Gesamtkosten in die Höhe treiben könnte. Dennoch käme der geneigte Kunde natürlich deutlich günstiger weg als bei der Anschaffung einer separaten DSLR-Kamera.

Die Erfindung von Light könnte den Smartphone-Markt ordentlich aufrütteln, auch wenn Besitzer einer DSLR-Kamera weiterhin zurecht skeptisch sein dürften, inwiefern die Qualität mit der von professioneller Fotoausrüstung mithalten kann. Darüber hinaus besitzen Spiegelreflexkameras noch zahlreiche weitere Vorteile gegenüber digitalen Kameras als nur die in der Regel bessere Bildqualität. 2016 sollen die ersten Smartphones mit den neuartigen Kameramodulen von Light auf den Markt kommen; von welchem Hersteller oder zu welchem Preis ist bis dato noch nicht bekannt.

Quelle: Forbes

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