Fujitsu entwickelt Flüssigkühlung für Smartphones und Tablets

Tuan Le 20

Nie mehr heiße Finger beim Zocken am Smartphone: Um der zunehmenden Hitzeentwicklung durch leistungsfähige mobile Prozessoren entgegenzuwirken, hat Fujitsu eine neuartige Flüssigkühlung für Smartphones entwickelt. Was ehemals nur bei PC-Systemen Anwendung fand, soll in Zukunft im Miniaturformat auch in mobilen Geräten zum Einsatz kommen.

Fujitsu entwickelt Flüssigkühlung für Smartphones und Tablets

Android-Geräte verfügen im Prinzip nie über eine aktive Kühlung und das kann in manchen Fällen zu einem echten Problem werden. Gerade bei Smartphones und Tablets mit Aluminiumkomponenten kann die Hitzeentwicklung unter hoher Belastung sich schnell unangenehm auf die Nutzer auswirken. Viele Möglichkeiten zur Reduktion der Hitze gibt es auf derart engem Raum nicht, doch Fujitsu hat es geschafft eine aus der PC-Technik bekannte Form der Flüssigkühlung auf ein für mobile Geräte geeignetes Format zu schrumpfen.

Winzige Kühlrohre sollen punktuelle Wärmeentwicklung verhindern

Wer schon einmal sein Smartphone mit aufwändigen 3D-Spielen auf Hochtouren gebracht hat, wird schon festgestellt haben, dass die Hitze häufig vereinzelt an bestimmten Stellen entsteht, wohingegen der Rest des Smartphones keine Veränderung der Temperatur aufweist.  Bei der Flüssigkühlung wird durch die entstehende Hitze am Evaporator eine spezielle Kühlflüssigkeit verdampft, die daraufhin durch Leitungen zum Kondensator weitergeleitet wird. Dort kühlt die Flüssigkeit wieder ab, woraufhin die Hitze abgegeben wird. Dadurch kann die Wärme gleichmäßig im Gehäuse verteilt werden: Was zuvor nur unter recht großem Platzverbrauch in PC-Systemen möglich war, wird von Fujitsu durch sehr kleine Kühlrohre mit einem Durchmesser von weniger als einem Millimeter in ein für mobile Geräte taugliches Format gebracht.

Fujitsu-kühlung-foto
Natürlich gibt es bei Smartphones noch einige Faktoren zu berücksichtigen, die am PC kaum eine Rolle spielen. So ist das gesamte Kühlsystem stets Bewegungen durch den Nutzer ausgesetzt, was aber – dank des so genannten Kapillareffekts, der durch die winzigen Rohre eintritt – laut Fujitsu trotz externer Einwirkungen keinen Einfluss auf die Hitzeverteilung haben soll. Darüber hinaus wird durch das Kühlsystem keine zusätzliche Energie verbraucht, da die abgeführte Hitze, die ja ohnehin bei der Verwendung des Smartphones entsteht, das System betreiben soll. Durch die neue Technologie sollen Smartphones fünfmal besser gekühlt werden können, der Endverbraucher wird aber laut Fujitsu allerdings wohl erst 2017 von der Technologie profitieren können.

Quelle: Fujitsu

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