Dropzone in der Vorschau: Echtzeitstrategie im Turbomodus

Martin Eiser 1

Es gibt kaum ein Genre, das sich so beständig weiterentwickelt wie das der Strategiespiele. Einen weiteren neuen Ansatz liefert bald Dropzone: Es spart den kompletten Basenbau und kommt direkt auf den Punkt. In unser Vorschau zu Dropzone erklären wir das interessante Konzept.

Dropzone - E3 2016 - Erweiterter Teaser.

Natürlich ist die Startphase in einem Strategiespiel ziemlich entscheidend für den weiteren Verlauf. Oft läuft der Einstieg wie eine Choreographie ab, in der die Basis aufgebaut und die Versorgung mit Ressourcen gesichert wird. Trotzdem erscheint dieser Teil des Spiels gleichzeitig irgendwie überflüssig, weil sich die Muster so ähneln. Entwickler Sparkypants Studios hat genau das daher für Dropzone drastisch gekürzt. Wir starten direkt mit einer Handvoll Einheiten und haben 15 Minuten Zeit, den Sieg zu erringen.

Jeder Spieler steuert in einem Spiel drei Piloten mit ihrem mächtigen Rig. Für diese Roboter-Einheiten sind derzeit die Klassen Mechanics, Gunners und Tanks angekündigt, durch welche die möglichen Fähigkeiten festgelegt werden. In jeder Runde fangen wir wieder bei Null an und müssen zunächst Erfahrungspunkte sammeln. Die gibt es unter anderem für das Besiegen gegnerischer Einheiten und der Kavash, einer Insektenrasse auf dem Jupiter-Mond Europa, dem Schauplatz von Dropzone.

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Neben dem Level-up für einzelne Rigs gibt es ein übergreifendes Squad-Level, das festlegt, wie lange wir auf einen Respawn einer besiegten Einheit warten müssen. Wer in einer Runde seine Rigs bereits ordentlich hochgestuft und mit verschiedenen Fähigkeiten ausgestattet hat, muss aufgrund des entsprechend gestiegenen Squad-Levels mit deutlich längerer Wartezeit rechnen, wenn eine Einheit im Kampf fällt. Dadurch ergibt sich ein praktisches, ausgleichendes Element.

In den 15 Minuten Spielzeit müssen wir versuchen, Cores von den Kavash-Schwärmen zu erobern. Alternativ stehlen wir den Core von unserem Gegenspieler. Punkte gibt es in Dropzone nämlich hauptsächlich für das Sichern der Kerne. Im Verlauf der Runde werden die feindlichen Insekten stärker, aber sie lassen auch mehr Cores zurück. Das steigert die Spannung gegen Ende. Außerdem gibt es Punkte für das Erfüllen von Nebenzielen, wozu unter anderem das Erobern bestimmter Orte auf der Karte gehört. Ob wir erst unsere Talente entwickeln oder uns auf das Sammeln von Cores konzentrieren, ist uns überlassen.

Das Spielprinzip mit der zeitlichen Begrenzung der Partie und der Art der Einheiten ähnelt dabei ein wenig einem MOBA. Bestimmte Klassen sind effektiver gegen andere, aber haben auch ausgeglichene Schwächen. Allerdings gibt es auf den offenen Karten keine vorgegebenen Laufwege und wir steuern alle Einheiten komplett selbst. Wir haben also die komplette Kontrolle und keine Minions, die von einer künstlichen Intelligenz gesteuert werden. Trotzdem spielt sich Dropzone im Grunde oberflächlich trotzdem genauso simpel wie sein Genre-Bruder. Durch den Fokus auf den eigentlichen Kampf ist der Einstieg kinderleicht.

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Zum Start gibt es neun Piloten, die durch ihre Klasse den Rig festlegen und jeweils über eigene Spezialfähigkeiten verfügen. Der Mechanic hat beispielsweise eine Säurekanone, die Rüstungen zerstören kann. Mit dem Raketenschlag vom Gunner können wir dem Feind dem Rest geben. Für welche wir uns entscheiden, gibt also immer auch schon etwas Aufschluss über unsere Taktik. Natürlich birgt das ein gewisses Risiko, da der Gegner direkt auf uns reagieren kann. Allerdings stehen hinter dem Projekt keine Anfänger. Bei Entwickler Sparkypants sind viele Entwickler von Big Huge Games gelandet. Und die haben mit Rise of Nations bereits gezeigt, dass sie wissen, wie man ein sehr gutes Strategiespiel entwickelt.

Dropzone setzt außerdem voll auf die Multiplayer-Erfahrung. Eine Solo-Kampagne ist nicht vorgesehen.Von Anfang an steht auch der sportliche Gedanke im Mittelpunkt. Es sollen Turniere stattfinden und alle Begegnungen werden automatisch aufgezeichnet, damit ihr sie euch erneut anschauen und euch dadurch verbessern könnt. Für ein solches Strategie-Spiel mit diesem Anspruch ist es natürlich wichtig, dass das Matchmaking sehr gut funktioniert. Inzwischen läuft daher die geschlossene Beta, um das System im laufenden Betrieb zu testen. Irgendwann nach der Gamescom soll außerdem eine offene Beta folgen. Für die Zukunft sind zudem noch weitere Modi geplant, bei denen aber das Grundkonzept immer erhalten bleiben soll.

Und wie so oft dieser Tage setzt ein Spiel dieser Art auf Free-to-Play. Es wird zwei Arten von Währungen geben mit denen wir uns Booster-Packs kaufen können, die uns weitere Fähigkeiten oder Waffen geben. Alle diese Inhalte lassen sich aber immer auch komplett ohne Geld freispielen. Wer aber beispielsweise Skins und Bilder für eigene Piloten haben möchte, also kosmetische Änderungen vornehmen will, kann sich diese mit echtem Geld kaufen.

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