Ein Navi fürs Fahrrad: Navis, Apps und Kaufberatung

Marco Kratzenberg

Die ersten Navis richteten sich nur an Autofahrer. Mittlerweile gibt’s nicht nur das Navi fürs Fahrrad, sondern auch noch reichlich gute Apps für Android und das iPhone – teilweise sogar kostenlos. Wir stellen euch einige Geräte und Apps vor.

Der Hauptunterschied zwischen einem Navi für Fahrradfahrer und den Navis für Autofahrer liegt darin, dass Radfahrern viel mehr Wege offenstehen. Und das ist auch genau das Problem der verfügbaren Karten. Die normalen Straßen sind alle digital erfasst und können vergleichsweise unproblematisch in ein Kartenwerk übertragen werden. Schleichwege, Wald- und Wanderwege sind eine ganz andere Hausnummer. Und auch deshalb sind solche Navigationsgeräte teilweise in utopischen Preisregionen.

Navi fürs Fahrrad

Ein richtiges Navi für das Fahrrad zu kaufen ist kein billiger Spaß. Je leistungsfähiger so ein Gerät ist, desto höher ist der Preis. Der Preis für das Garmin Edge Explore 820 fängt bei circa 300 Euro an. Es hat ein Basiskartenmaterial für die europäischen Länder, ist wasserdicht und dank dreier physischer Knöpfe auch bei nassem Wetter und mit Handschuhen bedienbar. Ihr könnt weitere Karten hinzufügen und das Fahrrad-Navi verfügt auch über eine Schnittstelle, an die ihr beispielsweise einen Herz- oder Trittfrequenzsensor koppeln könnt.

Was das Garmin Edge Explore 820 bietet, könnt ihr euch in diesem Video ansehen:

Garmin Edge Explore 820 Fahrrad Navi.

Günstiger kommt ihr mit dem Falk Tiger GEO davon. Das Kartenmaterial deckt 31 europäische Länder ab und auch dieses Navi ist wetterfest. Der Speicher ist durch eine microSD-Karte erweiterbar und das Display ist sogar etwas größer als beim Garmin-Navi. In Test hat es durchweg gut abgeschnitten und auch hier findet ihr noch echte Knöpfe (an der Seite). Doch preislich gibt es einen deutlichen Unterschied, denn für dieses Fahrrad-Navi zahlt ihr nur rund 140 Euro!

Die Navis fürs Fahrrad im Vergleich:

Gerät Falk Tiger GEO Garmin Edge Explore 820
Kartenmaterial 31 Länder Europas Basiskarte Europa
Display 3,5 Zoll 2,3 Zoll
Track-Aufzeichnung Ja Ja
Touren Rund 160.000 n.a.
Wasserdicht IPX5 IPX7
Speicher 4 GB 16 GB, nicht erweiterbar
Besonderheiten erweiterbar auf 64 GB mit MicroSD ANT+ Schnittstelle für Sensoren
Preis

Apps für die Fahrrad-Navigation

Wer sich für speziell für iPhone-Apps interessiert, die ein Navi am Fahrrad ersetzen, der kann sich unseren etwas älteren Test ansehen. Sebastian hat hier die Strecke Berlin – Potsdam mit dem Fahrrad bewältigt und in seinem Test 5 Apps verglichen.

Die App komoot gibt es für Android und iOS. Sie ist sehr beliebt, setzt allerdings zur Benutzung eine Onlineanmeldung voraus. Danach könnt ihr eine Kern-Region kostenlos freischalten. Einzelne Regionen-Pakete kosten noch 8,99 Euro, für 29,99 Euro bekommt ihr das Komplettpaket. Darin sind dann große Teile der Welt enthalten.

Komoot — Fahrrad & Wander Navi
Entwickler:
Preis: Kostenlos

Wer keine Lust hat, dass alle anderen Nutzer die eigenen Touren sehen können, sollte den entsprechenden Schieberegler in der Navigation immer auf „privat“ stellen. komoot kann nicht nur von Radfahrern genutzt werden, sondern unterstützt auch Touren für Wanderer. Ihr könnt Touren importieren oder Touren nachfahren, die andere User veröffentlich haben.

Fahrrad Navi kostenlos

Die App von Google Maps gibt es ebenfalls für Android und iOS. Sie ist absolut kostenlos und verfügt über einen Fahrradmodus. Ist der einmal über das Menü aktiviert, sehen die Karten gleich ganz anders aus. Jetzt werden Fahrradstrecken gesondert hervorgehoben.

Google Maps - Transit & Essen
Entwickler:
Preis: Kostenlos
Maps – Navigation und Nahverkehr

Ihr bekommt hier ein gutes Navi fürs Fahrrad, das euch mit Kartenanweisungen führt und sogar über eine Sprachausgabe verfügt. Außerdem habt ihr hier eine Geländeanzeige und – bei vorhandener Internetverbindung – sogar eine Satellitenkarte. Ihr könnt aber auch Offline-Karten herunterladen, während ihr euch im heimischen WLAN befindet. Dann funktioniert die Navigation ganz ohne Netzzugriff. Solche Kartenbereiche können bis zu 500 MB groß sein, was schon ein ziemlich großes Gebiet umfasst. Eine normale Tagestour lässt sich damit allemal abdecken.

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