Rundfunkbeitrag: Die ARD will mehr Geld

Stefan Bubeck 33

Der im Volksmund noch immer „GEZ-Gebühr“ genannte Rundfunkbeitrag soll nach dem Willen der ARD schrittweise erhöht werden. Wir erläutern ab wann und um wie viel.

Bitte Ruhe bewahren, noch ist es nicht soweit: Für die kommende Beitragsperiode von 2017 bis 2020 bleibt der Rundfunkbeitrag weiterhin bei einer Höhe 17,50 Euro im Monat. Es stand ursprünglich sogar eine Senkung zur Debatte: Die Länderchefs haben sich dann allerdings im Oktober gegen den Vorschlag der KEF (Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten) hinweggesetzt, die eine Absenkung um 30 Cent pro Monat vorgeschlagen hatte. In den Beitragsperioden danach, die 2021 respektive 2025 starten, könnte es jedoch teurer werden.

Erst 18,28 Euro und später dann 19,59 Euro im Monat

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Rundfunkbeiträge zu hoch? So viel zahlen Deutsche im europäischen Vergleich

Dem Evangelischen Pressedienst liegt ein Papier der ARD vor, das den Namen „Auftrag und Strukturoptimierung der öffentlich-rechtlichen Anstalten in Zeiten der Digitalisierung der Medien“ trägt. Darin fordert die „Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland“ (kurz: ARD) eine Kopplung des Rundfunkbeitrags an das Bruttoinlandsprodukt. Die Folge könnten steigende Kosten für den Verbraucher sein: Erst käme 2021 eine Erhöhung auf 18,28 Euro im Monat und ab 2025 müssten wir dann mit 19,59 Euro im Monat rechnen.

Der Senderverbund wolle sich zu einem „öffentlich-rechtlichen Content-Netzwerk weiterentwickeln“, dies soll ein „mediengattungsübergreifendes Angebot auf unterschiedlichen Ausspielwegen“ schaffen. In diesem Zuge wird auch eine medienpolitische Weichenstellung gefordert, konkret geht es um Auflagen für Telemedien.

Das Gesamtkonstrukt ARD ist sehr umfangreich und besteht aus insgesamt neun Rundfunkanstalten. Am bekanntesten dürfte der TV-Sender namens „das Erste“ sein. Neben den Fernsehprogrammen gibt es auch noch den Hörfunk und verschiedene Online-Angebote, zu denen beispielsweise die Mediatheken und Tagesschau-App gehören.

Der Rundfunkbeitrag wird mittlerweile pro Haushalt erhoben, unter bestimmten Voraussetzung ist man von der Zahlung befreit. Die Höhe des Rundfunkbeitrags regelt der Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrag. Die konkrete Summe wird von den Minis­terpräsidentinnen und -präsidenten der Länder festgelegt, als Orientierung dient ein Bericht der KEF.

Quelle: Berliner Morgenpost

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Wissenwertes zum Rundfunkbeitrag: Kosten, wer muss zahlen & wofür bezahlt man? (Video).

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